Tod eines Vögelchens
Ich bin gerade sehr traurig. Und manche Menschen mögen vielleicht denken, ich sei nicht ganz richtig im Kopf. Aber das ist mir egal. Mir laufen die Tränen über die Wangen, denn Lili hat ein Vögelchen gejagt. Das kleine Kerlchen war schon tot aber noch ganz warm. Ich nahm es in meine Hände und schaute es an. Spitzes Schnäbelchen, flauschiges Fell auf dem Köpfchen. Ein kleines Naturwunder.
Ich habe seine Flügelfedern über ihm ausgebreitet. Seine eigene kleine Totendecke.

Es macht mich sehr traurig, dass meine Katzen andere Tiere töten. Doch das ist wohl der Lauf des Lebens. Ich werde das verstorbene Vögelchen nun nach unten, in den Garten bringen. Wo es im Laufe der Zeit mit allem anderen zu einer Einheit verschmilzt. Wie wir alle – irgendwann…
Kommentare
6 Kommentare zu “Tod eines Vögelchens”
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Hallo Renate, hat sie es wirklich gejagt???
Moritz hat ja im Mai 4 x einen kleinen Vogel angeschleppt
und ich war genaus traurig darüber, denn ich liebe diese kleinen Tiere sehr und freue mich über jede Art die wieder bei uns im Garten auftaucht, manchmal nur für eine Stipvisite, aber viele kommen auch immer wieder
und wenn dann so ein Junges tot vor einem liegt, ich kann genauso heulen.
Jetzt hat er sich auf Federn spezialisiert, da hab ich ja nix gegen, er sammelt Taubenfedern und legt sie dann immer in den Trockenfutternapf, damit ich auch sehe was er wieder “Schönes” mitgebracht hat.
Trotzallem, das Foto rührt einen.
Liebe Grüße und sei nicht allzu traurig, so ist nun mal
die Tierwelt: fressen und gefressen werden.
Deine Christiane
Da der kleine Vogel noch ganz warm war, denke ich, dass Lili ihn auf dem Gewissen hat, liebe Christiane.
Aber wie du sagst … in der Tierwelt läuft es so ab. Ich denke, bei uns Menschen ist alles viel schlimmer.
Trotzdem war ich wirklich sehr traurig über das tote kleine Vögelchen.
Lieber Gruß von Renate
Mein Murphy hatte bis vor einer Weile auch immer wieder Vögel angeschleppt. Einer war noch am Leben und hatte “nur” kleine Wunden. Wir versuchten dann ihn wieder fit zu bekommen, doch leider hat der kleine auch nur einen weiteren Tag überlebt. Jetzt habe ich meinem Kater ein Halsband mit Glocke um den Hals gemacht, auch wenn mir dabei nicht ganz wohl ist.
Liebe Renate,
das kann ich gut verstehen. Bei uns im Garten ist inzwischen auch ein recht großer Mäusefriedhof, denn wir begraben auch immer die Opfer unserer Mini-Tiger. Aber das ist halt deren Natur. Es sind Raubtiere und irgendwo macht das zärtliche und dann doch ungezähmte die Faszination aus.
Liebe Grüße,
Ivana
Tja, und gestern hat Moritz zu Günter wieder eine kleine Blaumeise gebracht, Günter hat ihn, obwohl er um Aufmerksamkeit mauzte ignoriert, dann hat er die Meise, die aber auch schon tot war wieder im Futternapf deponiert,
von wegen ich hab euch doch was mitgebracht.
Günter hat, nachdem er mir das Mittags am Telefon erzählt hat, das arme Kerlchen entsorgt. Nur verbuddeln geht nicht, Moritz holt sie da wieder raus und bringt sie erneut mit. Wir verstehen ja, das er uns in Gegenleistung etwas schenken möchte, aber keine toten Vögelchen. Nur können wir es ihm abgewöhnen??? Mausi hat damals nachdem das mit den Mäusen nicht klappte damit aufgehört und wir haben in den Jahren wo sie noch bei uns war keine Geschenke in Art von Mäusen bekommen. Nur wie bringt man das dem kleinen Kerl bei??? Federn aller Sorten genügen ja als Geschenk. Da gibt es jetzt bestimmt schon an die 10-15 Stück. Sei es von Elstern, Tauben oder Krähen und jedes Mal kommt er ganz begeistert damit an und wird dann auch gelobt. Vielleicht verliert er ja das Interesse an kleinen Vögeln, ich würde es mir wünschen, denn ich bin immer sehr traurig wenn er wieder so ein kleines Wesen, woher er es auch immer hat, mit nach Hause bringt.
Na mal sehen, vielleicht hört Moritz ja doch irgendwann einmal damit auf.
Aber trotz allem, Dir und den Pelzchen ein schönes Wochenende. Hier ist es z.Zt sehr gemischt, Regen, Gewitter, Sonne und gottseidank nicht ganz so kalt.
Deine Christiane.
Tja, unsere Leisetreter sind halt Jäger. Und das kann man ihnen nun mal nicht abgewöhnen, es liegt in den Genen.
Und wir selbst essen ja auch Fleisch ….
Herzlicher Gruß vom Ammersee – wo Sommer herrrscht. Heute zumindest. Renate