Tierarzt und kein Ende…

Vor zwei Stunden kam Moritz vom Strawanzen zurück. Da jetzt bereits wieder die Zecken zuschlagen, habe ich ihn untersucht, unter anderem auch seinen Schwanz hoch gehoben, weil sich dort neulich eine Zecke eingebohrt hatte, direkt am Popo.

Ich hebe also den Schwanz hoch, Moritz knurrt und faucht. Aha! Da tut ihm was weh. Ich drücke sanft um den Schwanzansatz herum – Moritz knurrt empört. Ich finde eine Stelle mit “verbackenem” Fell. Eine Verletzung auf alle Fälle, vielleicht ist sogar der Schwanz gebrochen, denn der steht nicht fröhlich nach oben wie sonst, sondern hängt schlapp nach unten.

Ich rufe bei der Tierärztin an. Die ist Gott sei Dank nicht unterwegs, wie sonst sehr oft, sondern in der Praxis. Ich schnappe mir Moritz, stecke ihn in den Korb und fahre ein Dorf weiter.

Nein, der Schwanz ist Gott sei Dank nicht gebrochen, aber der kleine schwarze Panther hat ein relativ großes Loch, direkt am Schwanzansatz. Außerdem ist die Stelle rundum geschwollen. Ein Biss vermutlich, denn es gibt noch ein zweites Loch, viel kleiner. Gott sei Dank ist mir das vorhin aufgefallen, denn es ist noch kein Eiter in der Wunde, also ein relativ frischer Biss, der nun rechtzeitig behandelt werden konnte.  Katzenbisse verursachen nämlich ganz üble Entzündungen – ich hatte auch schon zwei. Mein Arm sah jedes Mal aus wie eine Leberwurst – trotz Tetanusschutz.

Moritz bekam ein Antibiotikum, was in so einem Fall dringend anzuraten ist, und ein Schmerzmittel.

Dann habe ich ihm – und den anderen Rackern – frisches Kronfleisch serviert und nun strawanzt er wieder, der kleine Schwarzbär … hier gerade beim Abmarsch.

moritz3

Kommentare

One Kommentar zu “Tierarzt und kein Ende…”

  1. Axel am März 17th, 2009 19:44

    Hallo Renate
    Gott sei Dank nichts Schlimmes bei dem Racker und Ihr habt schon Zecken? Denen ist das hier wohl noch zu kalt.
    Gruß
    Axel

Schreibe einen Kommentar