Nachtruhe II.

Jutta hat den Nacht-Ruhebeitrag von Andrea kommentiert. Ich finde den Bericht so klasse, dass er nicht versteckt unter den Kommentaren stehen sollte, sondern als eigener Beitrag.


Es regnet nonstop. Die Miezerei pennt den ganzen Tag, das ist man ja aus der heißen Zeit so gewohnt, wenn katz die ganze Nacht auf Tour ist. Aber jetzt? Abends wird entsetzt aus der Terrassentür gekuckt, dann zur Haustür gesprintet, dort rausgekuckt. Egal, vorne wie hinten, es regnet. Und wir haben zwei ausgeruhte und unausgelastete Katzen des nachts im Haus. Ohhhh Mannooooo! Während Maxi sich noch halbwegs ruhig verhielt, fing Paulchen gegen 1 Uhr an, unser Bett als Trampolin zu nutzen. Dass wir drin lagen, hat ihn nicht gestört, im Gegenteil, man kann sich dann ja auch prima auf Dosines Brustbein setzen – ächz – und ihr die Nase ins Gesicht drücken oder dem Dosi ins Kreuz springen. Hey, ich bin wach! Ihr auch!

Zwischendurch wird dann heftig und laut geschmust, da ist an Schlaf auch nicht zu denken. Da mein Mann zeitig raus musste, bin ich um zwei mit Bettdecke und Paulchen nach unten ins Wohnzimmer umgezogen. Prima, meint Paulchen, da hüpfen wir doch mal über den Fernseher auf die Schrankwand (strengstens verboten!!!) und springen dann aus zwei Meter Höhe zu Dosine aufs Sofa. Die freut sich bestimmt! Alle Angebote, doch mal rauszugehen, wurden angesichts des Regens angewidert abgelehnt. Zur Abwechslung kam Maxi dann auch noch runten und die beiden jagten sich ein paar mal die zwei Treppen rauf und runter – trampeltrampeltrampel. Dann hat Maxi sich wohl oben irgendwo wieder abgelegt. Paulchen hat sich jedenfalls dem Papierkorb unterm Schreibtisch meines Mannes zugewandt, diesen mit Donnergetöse umgekippt und gründlich durchsortiert. Irgendwann bin ich eingedöst und wurde von einem komischen Raschel-Knister-Klapper-Geräusch wach. Ich klappe ein Auge auf: Paulchen sitzt mitten auf dem Couchtisch und räumt die Schale mit dem Studentenfutter und Trockenfrüchten aus. Fressen tut er das nicht, aber man kann da ja prima mit Spielen und alles vollsabbern und dann vom Tisch schubsen…

Gegen vier Uhr war endlich Ruhe. Um 4.58 Uhr ertönte ein forderndes MAU an meinem Ohr. Aha, Paulchen, lange nichts von Dir gehört … Ein Blick nach draußen – ohhh trocken! Und draußen war der Kater. Ich bin wieder eingedöst und werde von einen durchdringenden Kratzen auf der Fußmatte wach – Maxi will auch raus. Es ist 5.10 Uhr. Ach ja, dann durfte ich doch tatsächlich bis 9 Uhr schlafen, wie schön dass ich noch Urlaub habe. Uuuaaaahhhhh!

Jetzt schlafen die beiden natürlich tief und fest, damit sie heute nacht wieder fit sind…

5 Kommentare zu „Nachtruhe II.“

  • Susanna Wierichs:

    Suuuper, genau so!
    Alternativ kann sich Katze, Kater und kleiner Kater dann vor die geschlossene Schlafzimmertür setzen und geschickt die Aufgaben verteilen.
    Einer bearbeitet die Gummidichtung, bis sie zur Hälfte heraushängt – kann man prima wegziehen und gegen die Tür flitschen lassen….
    Nummer Zwei bearbeitet gleichzeitig die Tür von unten, die Krallen in das Pressspamzeug rein und immer reissen. Toll, macht Spaß…
    Nummer Drei kümmert sich um das Türblatt und den Lack. Hochstellen, Vorderpfoten an die Tür und wie beim Krallenwetzten bearbeiten….
    Na, ist doch ein toller Weckdienst, oder? Und garantiert zuverlässig!

    … Eigentlich müsste man Katzenbesitzer schon von weitem – am besten Morgens – erkennen!

    … Liebe Jutta, merke dir für das nächste Mal, du bist nicht alleine. Um dich rum liegen Tausende wach und fluchen alle gleichzeitig!
    LG

  • Petra Schulze:

    Heute Nacht, 2.14 Uhr

    In unserem Ehebett lieferten sich zwei Wildkatzen ein Gefecht um die Herrschaft der besten Schlafplätze.
    Dazwischen der Schiedsrichter – in Form meines grossen rechten Fusszehes – nichts ahnend …

    Da beide Wildkatzenkämpfer sich nach Fauchen, Schlagen und Kratzen sich nicht einigen konnten, wurde der Schiedsrichter, welcher naseweis nackig aus der Bettdecke hervorlugte schwer misshandelt
    und verletzt. Es wurde auf ihn eingeprügelt, mit scharfen Krallen – von welchem Täter ist leider nicht nachzuvollziehen – schlitzte man ihn auf.
    Die Täter haben bei der Vernehmung geschwiegen, wir warten immer noch auf den Anwalt der Beschuldigten.

  • Susanna Wierichs:

    Arme Petra, armer Zeh! Unsere bevorzugen netterweise den weicheren Teil zwischen den Zehen…..
    Gute Besserung

  • Susanna Wierichs:

    Ich habe heute Nacht noch eine nette alternative erfahren. Katze sitzt am Kopfende und putzt Frauchens Haare. Strähne für Strähne wird mit der Katzenzunge glattgezogen. Zwischendurch wird sich ordentlich geschüttelt, weil die Haare zu lang sind.
    Wer da nicht wach wird…

  • Renate:

    … aber wenigstens hast du dann eine sehr gepflegte “Haarfrisur” …. ;-)

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