Moritz – seit drei Monaten Mitglied der Familie

Moritz hat sich prima eingelebt. Das heißt, die anderen haben akzeptiert, dass er da ist, denn Moritz hat sich von der ersten Minute an hier wohl gefühlt, das war nicht zu übersehen.

Mittlerweile kommt auch Lieschen öfter nach Hause, obwohl sie noch keine ganze Nacht hier geschlafen hat – immer nur stundenweise. Ihren alten Lieblingskorb hat sie seit Moritz’ Einzug kein einziges Mal aufgesucht. Wenn sie zu Hause schläft, dann ausschließlich auf dem Sofa.

Moritz unternimmt jetzt lange Ausflüge in die Nachbarschaft und auf mein Pfeifen reagiert er nur, wenn er Lust hat. Die Sorgen um strawanzende Katzen werden wohl nie aufhören. Ich freue mich, wenn er kommt, Guten Tag sagt, ein paar Bröckelchen frisst und wieder über die Terrassenbrüstung verschwindet. Aber in die Wohnung sperren könnte ich ihn nicht – so oder so nicht. Gott sei Dank leben wir in einer äußerst verkehrsarmen Gegend und die wenigen Autos, die hier fahren, fahren aufgrund der Straßenumstände auch nicht schnell.

Ich liebe den kleinen Kerl von ganzem Herzen – eigentlich war es Liebe auf den ersten Blick. Er ist ein vergnügter, anhänglicher verschmuster und immer gut gelaunter Kater, und abends beim Einschlafen liegt er meistens in meiner Armbeuge und “nuckelt”. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn er dabei nicht auch hingebungsvoll den Milchtritt machen würde – mit spitzen Krallen natürlich. Erfreulicherweise schläft er aber relativ schnell ein, so dass die Tortur nur zwei, drei Minuten dauert. Ist er eingeschlafen und ich bewege mich, dann wir noch ganz kurz nachgenuckelt, so zp zp zp, und dann schläft er auch schon wieder.

Sein Lieblingskissen ist übrigens Felix.

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Mit dem versteht er sich auch am besten, beziehungsweise ist Felix derjenige, der sich schon nach zwei Wochen über den Neuzugang nicht mehr aufgeregt hat.

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Im Januar werden die süßen Eierchen entfernt. Tut mir leid, aber ich denke, es ist besser so. Es gibt so viele Baby-Kätzchen…
Schlau ist der kleine Kerl auch. Normalerweise geht er diagonal übers Dach zur Katzenleiter. Doch sobald das Dach glatt ist, durch Rauhreif, gefrorene Ziegel oder Schnee, nimmt er nicht die – rutschgefährdende – Diagonale, sondern geht geradeaus zur Dachrinne und tippelt dann auf der zur Katzenleiter. Ganz schön pfiffig. Das machen die anderen Drei übrigens auch.

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Alles in allem freue ich mich sehr über diesen süßen Familienzuwachs und bin sehr froh, dass ich am 20. August entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten Golf gespielt habe. Denn sonst wären Moritz und ich uns bestimmt nie begegnet, wenn er überhaupt überlebt hätte. Sein Geschwister nämlich sind verschwunden und leben vermutlich nicht mehr. Da hat er wirklich Glück gehabt, der kleine Kerl, und ich auch…

Kommentare

3 Kommentare zu “Moritz – seit drei Monaten Mitglied der Familie”

  1. Cecie am November 29th, 2007 20:35

    danke – sooo schön zu lesen!

    gib ihm nen stubs und nen nasenkrauler von mir ;o)

  2. Charley am November 29th, 2007 23:55

    Liebe Renate, manchmal kommt es wie es kommt. Wie beim Bertl, wie bei der Sally. Gut das man es nicht weiss!
    Gruss vom Charley

  3. Renate am Dezember 2nd, 2007 12:16

    Ja, es ist gut, dass man nicht weiß, was kommt. Und die schönen Überraschungen werden dadurch noch schöner … so wie in diesem Fall.
    Ich wünsche Euch einen schönen Ersten Advent!
    Lieber Gruß von Renate

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