Lili leidet wahrscheinlich an Epilepsie
Vergangene Nacht dachte ich, meine kleine Katze stirbt. Sie lag auf dem Fußboden, gekrümmt wie eine Spastikerin, fast reglos, die Vorderpfoten gespreizt, eine der Hinterpfoten angezogen. In meiner Panik hab ich den Notarzt angerufen (nachts um halb zwei!), der meinte ich solle gleich kommen, weil er einen Unfall vermutete – nach meiner Beschreibung.
Ich wollte in den Keller rennen, um den Katzenkorb zu holen – da stand Lili auf und tippelte in Richtung Küche, als wäre nichts geschehen. Seitdem verhält sie sich normal. Heute Nachmittag hab ich dann mit meiner Tierärztin telefoniert, die sofort auf Epilepsie tippte. Und auch die Recherchen im Internet ergeben: Lili hat mit großer Wahrscheinlichkeit Epilepsie. :-(
Die Kleine war schon immer äußerst aktiv, ein “verrücktes Huhn”, so hab ich sie getauft. Solche aktiven Wesen neigen wohl auch zu Epilepsie. Sie ist um ein Vielfaches aktiver als meine beiden anderen. Rast manchmal durch die Gegend wie “aufgedreht” (spielerisch, kein Epilepsie-Anfall!). Hyperaktiv … lustig anzusehen, aber ein Indiz für ein hyperaktives Gehirn (wie ich jetzt den Recherchen entnehme).
Nun heißt es abwarten und beobachten.
Ich kann nur hoffen, dass es sich um eine leichte Form handelt. Bestenfalls sogar nur um einen Einmal-Fall, denn so was gibt es auch. Aber vorhin hab ich mich erinnert, dass vor einigen Wochen eine Nachbarin ganz aufgeregt angerufen hat … Lili läge auf dem Bauch mit gespreizten Vorderpfoten im Hausflur und rühre sich nicht. Als ich dazu kam, war Lili allerdings schon wieder “normal”. Der Anfall letzte Nacht war also wohl nicht der erste. Und wer weiß, wieviele ich gar nicht mitgekriegt hab, denn ein Anfall dauert normalerweise nicht lange.
Ach … ich hoffe so sehr, dass das Kätzchen keine großen Probleme bekommt. Ich liebe sie so sehr, und ich wünsche von Herzen, dass es meinen Leisetretern (allen dreien) immer sehr gut geht.
Ein wenig traurig, nachdenklich und besorgt – Renate
P. S. Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Krankheit … dann würde ich mich über Nachricht freuen.
Kommentare
3 Kommentare zu “Lili leidet wahrscheinlich an Epilepsie”
Schreibe einen Kommentar



Hallo Renate,
wirf doch mal einen Blick ins Netzkatzenforum, dort gibt es eine eigene Rubrik zum Thema Epilepsie!
Die Diagnose ist niederschmetternd, gewiss, aber sicher kann Lili auch damit noch ein schönes Leben haben! Sie ist doch bei DIR, genau da, wo sie sein will, sie wird geliebt und es wird auf sie geachtet – für uns selbstverständlich, aber in solch einem Fall immens wichtig.
Kopf hoch!
Liebe Grüße
Conny
Liebe Renate,
leider kann ich dir nicht helfen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass du dir große Sorgen machst.
Und ich denke, genau wie Conny, dass die kleine Lili bei dir geliebt ist und du das bestmögliche für sie tun wirst.
Liebe Grüße, Edith
Liebe Renate,
so etwas ähnliches habe ich vor ca. 15 Jahren mit meinem Kater Tarzan erlebt. Er lag plötzlich ganz verkrampft da, mit Schaum vor dem Maul, sein Darm hatte sich entleert. Es war ein Sonntag Nachmittag und ich habe in Panik die Tier- Uniklinik in München angerufen, die seinerzeit einen Sontags-Notdienst hatte. Wir sind dann durch die halbe Stadt gefahren, Tarzan in einem offenen Korb, da ich ihn nicht in einen normalen Tranportkorb stecken konnte. Als ich wir dann ankamen, schaute er schon wieder interessiert und als nach langem Warten der Arzt kam, war er wieder top fit und es konnte nichts mehr festgestellt werden. Nach meinen Erzählungen lautete die Diagnose ebenfalls: vermutlich ein Epilepsieanfall, bitte beobachten. Wir waren natürlich sehr besorgt aber es ist danach nie wieder etwas aufgetreten. Tarzan hat noch etwa 5 Jahre gelebt und ist an etwas ganz anderem mit 15 Jahren gestorben. Ich hoffe für Lili und Dich, dass es ebenfalls nicht so weitergeht, sondern ganz einfach wieder verschwindet.
Viele liebe Grüße Giesela