Katzen-Zusammenführung

Katzen

Folgenden Beitrag habe ich auf Anikas Heim- und Haustier-Blog entdeckt und ich darf ihn hier veröffentlichen. Danke, Anika!


Lange Zeit wurden Katzen in der Regel allein gehalten, da man sie für Einzelgänger hielt, die nicht zwangsläufig einen Artgenossen bräuchten, um glücklich zu sein. Mittlerweile setzt sich jedoch immer mehr die Erkenntnis durch, dass die Katze zwar kein Rudeltier, aber dennoch ein sehr geselliger Zeitgenosse ist, der zwingend soziale Kontakte zu Artgenossen benötigt, um glücklich und zufrieden zu sein.

Bei Katzen mit Freigang ist dies gar kein Problem. Schließlich kann sich der Stubentiger im Freien mit Artgenossen treffen und mit diesen kommunizieren. Reine Wohnungskatzen besitzen diese Möglichkeit nicht, weshalb hier an einem Artgenossen eigentlich kein Weg vorbeiführt.

Soweit so gut. Nun meint man seiner bisherigen Einzelkatze etwas Gutes zu tun und holt dieser einen Artgenossen zum Spielen und Kuscheln. Und was ist der Dank? Es herrscht Stunk in der Wohnung, wobei meist eine der Katzen den aggressiveren Part übernimmt und sich die andere irgendwo verkriecht. Viele Menschen denken daher, dass ihre Katze keine Artgenossen duldet und sehen die Zusammenführung schon nach wenigen Stunden oder Tagen als gescheitert an.

Das ist ein Fehler. Die Vergesellschaftung von Katzen dauert ihre Zeit. Schließlich ist die neue Katze zuerst einmal ein Eindringling, an den man sich erst gewöhnen muss, bis man ihn in seinem Revier akzeptiert und sich anfreundet. Da können schon einmal ein paar Wochen oder Monate ins Land gehen.

Es gibt in diesem Zusammenhang verschiedene Mittel, mit denen man die Vergesellschaftung ein wenig erleichtern kann. Sehr beliebt ist beispielsweise Feliway, ein Stecker der Pheromone abgibt und dadurch die Stimmung zwischen den Katzen ein wenig entspannt. Auch Felifriend, Baldrian oder Bachblüten können helfen.

Kann ich im Vorfeld etwas tun, um die Vergesellschaftung der Katzen zu erleichtern?

Am einfachsten ist es natürlich, wenn du dir gleich zwei Katzen zulegst. Das können Wurfgeschwister sein oder ein Paar, dass sich bereits kennen und lieben gelernt hat. Tierheime vermitteln zum Beispiel manche Katzen nur zu zweit. Dadurch spart man sich den Akt mit der Vergesellschaftung.

Wenn man zu einer Einzelkatze, eine zweite holen möchte, sollte man sich den Charakter und das Alter seiner Katze ansehen und dann eine Mieze aussuchen, die deine ergänzen könnte. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. So solltest du zum Beispiel zu einer älteren Katze, die gerne ihre Ruhe hat, nicht unbedingt ein kleines, spielwütiges Kätzchen holen oder zu einer dominanten Katze noch eine zweite dominante vergesellschaften. Eine sichere Aussage, welche Konstellation nun bei euch passt, kann dir niemand geben. Wie gesagt, Katzen sind Individuen, bei denen trotz der besten Vorbereitung die Chemie nicht immer stimmen muss.

Was wenn sich meine Katzen auch nach langer Zeit nicht verstehen?

Katzen sind Individuen, die genau wie wir Menschen für manche ihrer Artgenossen Zuneigung und für andere Abneigung empfinden. Manchmal stimmt einfach die Chemie nicht, was man als Mensch auch akzeptieren sollte. Deshalb muss die Katze noch lange nicht sozial unverträglich sein, sondern es kann mit einer anderen Katze durchaus noch eine dicke Freundschaft entstehen.

Wenn trotz mehrmaliger Versuche keine andere Katze geduldet wird, sollte man dies, meiner Meinung nach, akzeptieren und nicht auf Teufel komm raus zwei Katzen unter Zwang vergesellschaften.

Autorin: Anika Abel

Kommentare

2 Kommentare zu “Katzen-Zusammenführung”

  1. Susanna Wierichs am Mai 20th, 2010 20:41

    Moin! Gutes Thema. Schweres Thema.
    Wir haben die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass nur die Tiere das entscheiden können und zwar in den ersten Tagen. Was dann nicht ist, wird nicht mehr. Es ging über selbst ausgerissenes Fell, alles und jedes anpinkeln (Schuhe, Jacken, Taschen, unser Bett, Eßtisch oben drauf, etc.), blanken Hass und gnadenlose Verfolgung. Schrecklich!!!!!!! Und das bei Tieren, deren Charakter wir kannten. Wir dachten, ok, ähnlich, das passt. Nix da! Horror!
    Oh Mist, mir ist der Rababer übergekocht.
    Fortsetzung folgt….

  2. Susanna Wierichs am Mai 21st, 2010 08:36

    So, die ganze Klebepampe ist weg! Passiert mir irgendwie immer wieder, aber nur mit Rababer….

    Zurück zu den Samtpfoten: Auch Konstellationsänderungen haben nur Zoff in der Bude gebracht. Das Tier, dass sich das Fell ausgerissen hat, ist nun allein und suuuuper Glücklich (im Tierheim war sie ganz toll mit vielen anderen verträglich????). Aus einer Neukombi, an Anfang gings’ einigermaßen, hat sich dann leider einer überfahren lassen, also nur noch zwei. Zoff ohne Ende. Eine neue Dritte, klein, knapp 1 Jahr, suuuper verträglich, ausgeglichen – weniger Zoff, allerdings jeder für sich, jeder gegen jeden. Dann Superglück, ein kleiner, schüchterner Kater aus einem großen, vollen Katzenhaus = Frieden, Liebe, kuscheln ohne Ende!
    Aus dem Schüchternen wurde in der Kombination eine Frohnatur, ein Clown, der unbeschwert auf alles zugeht, ohne Hintergedanken. All das war vorher nicht absehbar. Die Tiere waren alle vorher Charakterlich anders. Also wir denken, ausprobieren ist angesagt.

    Liebe Grüße und viel Sonne!!!

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