Katzen – die Vogeljäger
Es gibt ja die These, dass Katzen nur schwache und kranke Vögel erbeuten können. Diese These hat sich vorhin auf gewisse Weise bestätigt.
Moritz kam an – mit einem Vögelchen im Maul. Ich eilte auf ihn zu und veranlasste ihn, das Vögelchen freizugeben. (Das geht ganz einfach, indem ich ihn ins Genick greife). Das Vögelchen tippelte im Wohnzimmer herum, und ich habe Moritz ins Bad gesperrt.
Danach habe ich mir das Vögelchen angesehen. Es schien unverletzt, aber an der Stelle des zweiten Auges hatte es eine riesige Wucherung, mindestens einen Zentimeter lang – eine krankhafte Mutation oder sonst was.
Ich habe mir kurz überlegt, ob ich den kleinen Vogel nicht doch Moritz überlassen soll, mich dann aber entschieden, den gefiederten Zeitgenossen in den Garten zu bringen und unter ein Gebüsch zu setzen. Ich bin kein Richter über Leben und Tod.
Vermutlich wird es kein langes Leben haben, das arme Kerlchen – was mich traurig macht.
Kommentare
2 Kommentare zu “Katzen – die Vogeljäger”
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Ich mische mich nicht in die Ernährung unserer Katzen ein. Sie bekommen zwar ihr Futter, besorgen sie sich jedoch einmal etwas zwischendurch, sollen sie es verspeisen. Habe damit keine Probleme. Im Gegensatz zu Nachbarn, für die eine Welt zusammenbricht, wenn eine Mieze mal nen Vogel verspeist. Essen sie mal eine Maus, ists voll in Ordnung. Wo liegt die Logik. Maus ja, Vogel nein. Begreif ich nicht. Menschliche Wertung.
In dem Sinne…Euer Charley
Du hast vollkommen Recht, lieber Charley.
Mir tut ein Mäuschen genauso leid wie ein Vögelchen. Aber: wir Menschen essen auch tote Tiere. Das wird oft vergessen. Und ein im Busch gefangenes Vögelchen leidet bestimmt weniger als ein Huhn, das monatelang in einem Mini-Käfig sein Dasein fristet und von Erde, Gras und frischer Luft keine Ahnung hat.