Katze Fanny erzählt eine Geschichte
Fanny, die Katze einer Leserin des Kunterbunten Katzenbuches Nr. 2, hat eine süße Geschichte geschickt.
Hallo Ihr Katzenfreunde,
aus unserem bunt gemischten Katzenclan darf ich mich heute vorstellen. Mein
Name: Fanny von der Mäuseburg, Somali, wildfarben, zwei Jahre alt. Meine Dosenöffnerin, die Karin, ist schon lange ein Katzenfan und bis vor zwei Jahren bevölkerten Perser und Exotic-Shorthair alleine das Katzenhaus Kreisel, doch Somalis waren schon immer ihre heimlichen Favoriten. Als sie mich sah, war sie hin und weg und ich zog bei ihr ein. Eigentlich gefiel es mir im neuen Zuhause ganz gut, aber Perser und Somalis sind sehr verschieden. Die großen, dicken Fellmonster machten mir irgendwie Angst.

Ich wollte so gerne mit ihnen spielen, aber ich fand keinen richtigen Anschluss. Kurz und gut, nach einem weiteren Jahr kam dann noch mein Halbbruder Joschi als Verstärkung zu uns. Nun war die Welt in Ordnung. Mein Katzenherz hüpfte vor Freude. Endlich einen Gleichgesinnten. Nun konnte man so richtig Unfug machen. Wir haben einen gesicherten Balkon, also mit Netz und Sitzgelegenheiten.
Aber am schönsten ist es, am Netz unterm Dach zu hängen. Das macht vielleicht Spaß, da läuft unser „Katzenfernsehprogramm“ auf vollen Touren – ich meine eigentlich „Vogelfernsehprogramm“. So einen gefiederten Burschen möchte ich gerne mal erhaschen, aber mit dem Netz hat man null Chance. Die können wirklich fliegen, da sind wir einfach sehr im Nachteil. Ich habe den Eindruck, als lachten uns die Vögel aus. Schade, dass Menschen alles vergittern müssen, denen würden wir es sonst mal zeigen. Wir haben inzwischen sehr viele Kosenamen bekommen, hier einekleine Auswahl (natürlich nur die netten): Flugkatzen, fliegende Ungeheuer, Kritze-Kratze, Fanny-Langschwanz und noch viele Nettigkeiten mehr. Wir helfen auch viel bei der Hausarbeit. Der Deckel am Herd war immer offen, das gefiel Joschi gar nicht. Es gelang ihm, diesen mit viel Getöse zu schließen. Die Wirkung müsst Ihr Euch mal vorstellen. Die gemütliche Fernsehstunde meines Frauchens war vorbei. Sie schoss wie der Blitz in die Küche und bekam fast einen Herzinfarkt, sie zittere mehr als wir, Joschi – der Übeltäter – war sowieso schon über alle Berge. Aber alle waren froh, dass wir heil davongekommen sind. Was unsere Menschen auch immer haben, wir passen schon auf uns auf, und den Töpfen auf dem Herd ist auch nichts passiert, obwohl das zweitrangig war.
Seitdem ist der Deckel nun an der Wand sicher festgemacht, denn unsere Karin hatte Angst, dass er uns erschlägt. Eigentlich helfen wir unseren Menschen, damit sie immer kreativ sind, um uns zu schützen, so bleiben sie immer geistig fit und können dazu noch ihr handwerkliches Können immer mehr ausweiten und das alles nur wegen uns. Seit Neuestem wohnen wir in einem Geisterhaus, die Türen gehen alleine auf und zu, also ehrlich gesagt, wir helfen ein wenig nach und sitzen dann immer oben auf dem Türrahmen. Nur das Drehen macht Schwierigkeiten, da muss man sich gut festklammern, unsere Kratzspuren sind unübersehbar. Aber wir sind schließlich flexibel und ein kleiner Sprung auf den nächsten Schrank ist für uns ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Da sitzen unsere Mitkatzen oft nur da und schauen uns zu. Die sind mit ihren kurzen Beinen einfach nicht so flott im Weitsprung. Ab und zu wollten sie es schon nachmachen, aber ihre Bruchlandung sieht dann nicht so sportlich aus. Also bei der Katzenolympiade hätten wir Somali-Flugkatzen die Nase vorn.
Glocken läuten lassen, das ist auch unser großes Hobby. Über dem Fernseher hängen Glöckchen. Leider sind sie sehr katzenfeindlich montiert, sie hängen oben an der Decke. Aber wenn man den großen Sprung vom Kratzbaum auf die Balkontüre schafft, sind sie gut zu erreichen. Wenn dann das „Bimmeln“ zu hören ist, solltet Ihr mal sehen, wie schnell unsere Karin rennt, ihren Glöckchen könnte was passieren. Aber wir passen doch auf, die Schnur ist dann zwar verheddert, soll sie diese eben wieder entwirren. Sie muss dazu auf die Leiter steigen, denn auf den Türrahmen springen kann sie nicht, dazu sind Menschen einfach nicht geschaffen, eigentlich – wenn Ihr mich fragt – eine Fehlkonstruktion. Mal muss sie für uns auf die Leiter steigen, mal unter den Möbeln unsere verstreuten Spielsachen hervorholen, tja, zu so etwas hat man Personal und die Menschen haben auch etwas Bewegung und bleiben fit.
So, nun habt Ihr einen kleinen Einblick in unser Katzenhaus bekommen. Alles in allem lässt es sich hier gut leben und hoffentlich dürfen wir noch recht lange zusammen sein und uns verwöhnen lassen und noch viel Unfug treiben. Uns fällt bestimmt noch viel Neues ein, denn in Blödsinn erfinden sind wir einsame Spitze – und da helfen wir auch alle zusammen, jeder hat eine ganz besondere Idee … Aber davon vielleicht später mal wieder mehr.
Eure Fanny
Kommentare
3 Kommentare zu “Katze Fanny erzählt eine Geschichte”
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Hallo Renate, das ist zu nett, wäre doch auch was für das 3.Kunterbunte, oder?
Liebe Grüße von uns an Dich und Deine Vier-vierbeiner
Christiane
Hallo
Ich kann die Podcasts nicht finden. Hast du sie von der Seite genommen? Das wäre sehr traurig, sie klingen sehr interessant. Schade, dass ich die Seite so spät gefunden habe.
Liebe Grüße
Skamp
Die Podcasts sind leider nicht mehr drauf. Aber es werden neue kommen.
Viele Grüße – Renate