Kaltblütiger Käsedieb im Hause Blaes
In dieser Zellophantüte befand sich einstmals gehobelter Parmesankäse. Diese Tüte lag in der Küche auf meiner Anrichte, und mit dem Inhalt wollte ich gestern mein Carpaccio bestreuen. Das konnte ich aber nicht, weil während meiner Abwesenheit ein gemeiner Käsedieb auf die Anrichte sprang, mit seinem spitzen und scharfen Zähnchen die Tüte anknabberte und sich an dem Inhalt gütlich tat. Es waren lediglich noch Krümel zu entdecken. Aber auch nur dann, wenn man genau hinschaute.

Nach dem Täter wird noch gefahndet. Er hat vier Pfoten, schwarzes Fell und sein Name ist Moritz. Wer ihn sieht, möge sich doch bei der nächsten Polizeistation melden, damit dieser kaltblütige Käsedieb seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann.
Dass es sich bei dem Gesuchten um Moritz handelt, daran besteht übrigens kein Zweifel. Die Handschrift des Wiederholungstäters ist klar erkennbar und auch die an der zerbissenen Tüte festgestellten DNA-Spuren konnten eindeutig zugeordnet werden.
Kommentare
13 Kommentare zu “Kaltblütiger Käsedieb im Hause Blaes”
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Liebe Renate,
versuch es doch mal mit Parmesan am Stück. Den holt die Katze dann doch nicht soo leicht!
Liebe Grüsse//Erika
Der gehobelte Parmesan lag dem Carpaccio bei, liebe Erika. Aber Moritz vertilgt auch Parmesan am Stück. Er vertilgt einfach alles, was unbeobachtet auf der Anrichte liegt. Auch tiefgekühlten Fisch – in der Folie! Er öffnet sogar Dosen, die mit einem Plastikdeckel verschlossen sind. Vor ihm ist einfach nichts sicher… ;-)
Lieber Gruß von Renate
Das kenn ich nur all zu gut. Bei unserem Murphy ist das aber so extrem, dass man rein gar nichts essbares auch nur 20 Sekunden unbeaufsichtigt liegen lassen darf, sonst macht er sich darüber her.
Vor Moritz ist absolut nichts sicher! Und er hat eine Supernase, mit der er alles erschnüffelt. Verschlossene Trockenfutterpackungen sind in Nullkommanix nicht mehr verschlossen. Er beißt Löcher rein, schmeißt sie um und schon rieselt der Inhalt über den Fußboden… ;-)
Also Renate, an dem Namen ist wohl was dran, unser Moritz (II) hat auch ein Faible für Leckerlitüten, da kaut er solange dran rum, bis die Tüte durch ist und er an den Inhalt kommt. Oder von Whiskas die Kitbits, da bastelt er den Deckel runter und futtert drauf los.
Allerdings geht er nicht an Essbares was in der Küche offen herumsteht, das hat er sich nun doch noch nicht getraut. Also die beiden haben wirklich was gemeinsam, kleine, aber supergeliebte Flegel.
Liebe Grüße an Dich und die Pelzchen und knuddel den Lümmel mal von mir.
Christiane
Liebe Christiane, das erste, was Moritz macht, wenn er durch die Katzenklappe in der Küche kommt: ein Sprung auf die Anrichte. Und dort wird alles abgeschnuppert. Und wenn was Schmackvolles rum liegt …. siehe oben. ;-)
Lieber Gruß von Renate
Liebe Renate,
so einE Hartnäckige hatten wir auch. Wie sehr ich unsere Luna vermisse! Sie hat es fertiggebracht den halbvollen Topf mit Braten und Sosse vom Herd zu schieben/ziehen und dann wenn alles auf der Erde lag hat sie sich den Bauch vollgeschlagen!
Liebe Grüsse//Erika
Katzen disziplinieren halt! Komme ich in katzenlose Haushalte, sieht man das der Küche direkt an. Da stehen schon mal locker nicht abgespülte Teller oder ein Topf oder eine Schüssel mit irgendwas drin. Bei uns in der Küche steht niemals etwas rum – naja, die vier Pelze nicht mitgezählt, die, wenn ich in die Küche gehe, sofort hinterher rennen und sich mit zwischen die Beine werfen: “Bringt sie zu Fall, sie hat Wurst (Käse, Fleisch …) in der Hand!”
Und außerdem – da, wo das Loch aus der Tüte gebissen ist, stand doch sicher “Für Moritz!” drauf. Gibs zu, Renate!
Bevor ich das nächste Mal blasiert über Disziplin schreibe, sage ich meinem Mann, dass er Kartoffeln in der Küche nicht einfach offen stehen lassen darf und lasse mir von der Pelzbande schriftlich geben, dass trockene Haferflocken direkt aus der Papiertüte weder schmecken noch zum Spielen taugen.
Das glauben die Pelzviecher aber erst, wenn sie es selbst überprüft haben, liebe Conny!
Naja, Renate, gestern früh HABEN sie es überprüft. Der Unterzeichnung des Haferflocken-Manifests steht also nichts mehr im Weg.
Ist doch prima, wenn man solche zuverlässigen Tester im Haushalt hat. Denn eines wissen wir Katzenverköstiger genau: wenn die Katzen ein positives Testergebnis abliefern, kann man es essen (futtern). Mein Lieschen zum Beispiel hat neulich Tomaten getestet – und für gut befunden. ;-)