Erfolgreiche Rettung einer süßen Maus

Lili hat nicht gelernt, Mäuse zu töten. Sie fängt sie zwar und bringt sie nach Hause, wo sie dann mit der armen Maus so lange spielt, bis sie (die Maus) entweder einen Herzinfarkt hat oder sich unter den Schrank flüchtet.

Vor drei Tagen hab ich bis in die Nacht gearbeitet, bin dann müde in die Küche geschlurft und habe eine Maus auf dem Fußbodene entdeckt. Ich dachte erst, sie sei tot und machte das Licht an. Das Mäuschen war aber nicht tot, sondern saß reglos auf dem Parkett – Schock vermutlich. Kurz entschlossen packte ich es (was mit einen blutenden Biss in den Daumen einbrachte) und trug es in den Garten, wo ich es ins Gebüsch setzte. Husch, weg war es.

Vorgestern Nacht brachte Lili schon wieder ein Mäuschen – ich hörte sie im Wohnzimmer herum springen, auf der Jagd nach der flüchtenden Beute. Irgendwann war Ruhe.

Am nächsten Tag war nirgendwo ein Mäuschen zu entdecken. Hmh … na ja, vielleicht hatte Lieschen es entdeckt. Lieschen ist – im Gegensatz zu Lili – eine ganz hervorragende Mäusetöterin.

Gestern Nachmittag saß ich auf der Terrasse und telefonierte mit meiner Schwester, als Lili sich vor einem Blumenkübel platzierte und höchst interessiert darunter schaute (der Kübel hat kleine Beinchen). Aha, dachte ich, dort hat sich die Maus hingeflüchtet. Ich beendete das Gespräch, denn nun musste ich die Rettung der Maus einleiten. Lili wurde ins Badezimmer verfrachtet, und – klug geworden aus der vorhergehenden Rettungsaktion – ich nahm ein kleines Frottetuch mit und zog den Blumenkübel von der Wand. Schwupps, war die Maus im Wohnzimmer, wo sie sich – günstigerweise – hinter einem schräg an die Wand gelehnten Bild versteckte.

Langsam zog ich das Bild weg, und da saß sie, die kleine Maus. Flugs warf ich das Frotteetüchlein über sie, packte sie behutsam und trug sie nach unten, in den Garten. Aber vorher holte ich noch meine Kamera aus dem Arbeitszimmer.

Hier das Ergebnis der Aktion:

maus1.jpg

Erst ist sie ins Gebüsch gehuscht…
maus3.jpg

dann aber war sie plötzlich wieder da und präsentierte sich vollkommen ruhig, so, als wolle sie sagen: zum Dank darfst du jetzt ein Foto von mir machen. :-)

maus2.jpg

Ist so ein Mäuschen nicht putzig? Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass es Frauen gibt, die angesichts so eines Tierchen laut schreiend wegrennen oder auf den Tisch springen… hysterische Weiber … ;-)

Kommentare

5 Kommentare zu “Erfolgreiche Rettung einer süßen Maus”

  1. Cecie am Juni 28th, 2007 16:57

    ich kanns auch nich verstehen – klasse fotos! wie machst du das nur, ich krieg ja nich mal meine sich putzenden fellnasen scharf drauf ;o)

    lg, silke

  2. Renate am Juni 28th, 2007 17:03

    Die Maus hat still gehalten und meine Kamera ist nicht schlecht … ;-)
    Lieber Gruß von Renate

  3. christiane am Juni 29th, 2007 13:08

    Tja,Renate so geht es uns mit den Mitbringseln unserer Samtpfoten. Mausi hat im ersten Jahr auch immer Mäuse mitgebracht und auch lebend, eine hat dann wohl bei uns in der Diele einen Herzinfarkt erlitten, aber alle anderen waren putzmunter und wurden von mir (unter Protest von Mausi) in den Garten entsorgt. Als Günter dann eine Lehrgang besuchte wollte sie mich wohl mit einer neuen Maus trösten, die hat sie bestimmt 3 oder 4 mal an dem Abend wieder angeschleppt immer noch putzmunter und die Maus hat es vorgezogen, damit sie nicht wieder in die böse Welt vor der Haustüre muß, sich in der Küche hinter den Einbauschränken zu verstecken.
    Dort hat sie dann unter den Augen von Mausi, die aber immer zugedrückt wurden wenn Maus vorbei kam sage und schreibe 3 Monate gewohnt und sich von Kartoffeln, evtl. mal was aus dem Mülleimer ernährt. Dann wurde es mir doch zu schlimm , wir haben eine Lebendfalle gekauft und mit Käse bestückt. Was war, Käse weg – Maus noch da. Mit einem Stückchen Speck wurde sie aber dann doch überlistet, Fotos habe ich auch noch davon, sie war genauso nett wie die von Dir. Dann kam sie in den Garten und von dem Tag an hat Mausi keine Mäuse mehr mitgebracht.
    So, das habt Ihr nun davon hat sie sich bestimmt gedacht.
    Geschenke einfach entsorgen – dann gibt es eben nix lebendiges mehr.
    Nun Renate, das war auch so eine Mausi-Geschichte, die vielleicht ins Katzenbuch passen würde, oder??
    Liebe Grüße und ein schönes mausfreies Wochenende
    wünschen Dir
    Christiane , Günter, Sissi und Mausi i.R.

  4. Renate am Juni 29th, 2007 13:21

    Ja, liebe Christiane,
    das ist eine köstliche Geschichte, und die werde ich gern veröffentlichen – passt ja prima zum Mäusefoto.
    Herzlicher Gruß von Renate
    P. S. Wenn du Fotos von deiner Maus hast, die qualitativ zur Veröffentlichung geeignet sind, dann her damit!

  5. christiane am Juli 1st, 2007 13:16

    Hallo Renate, gerade habe ich Deine Antwort gelesen.
    Ja, ich habe von der Maus ein Foto – allerdings ist es die, die den “Herzinfarkt” hatte. Magst Du meinen Text so für das Buch übernehmen oder möchtest Du es nochmal mit meinen Worten incl. Bild haben?
    Ganz liebe Grüße an den Ammersee und noch einen schönen Sonntag wünschen die Solinger.

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