Archiv für die Kategorie „Kunterbuntes“
Wieder da!
Eben klappert die Katzenklappe – und ich höre ein “Miau”, das anders klingt als das von Moritz und Lili. Ich rase die Treppe runter und da steht sie: Lieschen ist wieder da! Nach dreieinhalb Tagen …

Und in Nullkommanix hat sie ihr Futter verputzt. Wie ich mich freue! Und jetzt wird erst mal ne Runde gekuschelt …
P. S.: von wegen kuscheln … Madame strawanzt bereits wieder. Wer mit mir kuschelt ist … dreimal darf geraten werden … ja, natürlich, Lili. Sie steht auf meinem Schoß und macht den Milchtritt. Vermutlich ist das eifersüchtige Pelztier froh, dass Lieschen ihr nicht den Platz streitig macht.
Lieschen vermisst
Ich mache mir Sorgen um Lieschen. Vor zwei Tagen war sie das letzte Mal zu Hause, und das ist ungewöhnlich. Sie war zwar früher länger strawanzen, aber die vergangenen Monate hat sie sich täglich sehen lassen und meistens auch viele Stunden in der Wohnung verbracht.
Bitte drückt fest die Daumen, dass es dem Schneeflöckchen gut geht und sie bald und unversehrt wieder auftaucht. Medikamente kann ich ihr auch nicht geben.
Ach, freilaufende Katzen …
Katzenklo macht Bienchen froh

Foto: Susanna Wierichs
Zimmer-Besetzung
Ein Einäugiger hat gestern Lilis Esszimmer besetzt. Im Sinn des Wortes. Frechheit!
>
Frühlingsgefühle
Oh, was sehen meine von der Kälte entzündeten Augen? Ist da etwa der Frühling im Anmarsch?

Da muss ich mich doch gleich mal auf die Socken machen.

Tatsächlich, riecht nach Frühling. Na, das wurde ja auch Zeit …

Von einem Tag auf den anderen
Lieschen geht es nicht gut. Hätte mir jemand vor nur wenigen Wochen gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn Lieschen was futtert, hätte ich den Kopf geschüttelt. Dieser kleinen verfressenen und ewig hungrigen Katze das Futter hinterher tragen. Nicht zu denken.
Dabei weiß ich es anders. Denn bei Felix war es ähnlich. Er war auch ein Futtervernichter. Bis er dann von einem Tag auf den anderen seinen Appetit verlor. Manchmal fraß er mit Appetit, ließ aber grundsätzlich Rest in seinem Napf. Ein anderes Mal schnupperte er lediglich und tippelte von dannen.
Felix lebt nicht mehr.
Und nun Lieschen, die deutlich mehr Appetit zeigte als Felix. Ich konnte ihr die Schüssel füllen bis zum Rand (was ich nur einmal testweise gemacht habe), sie hat alles vertilgt. Und nun, mit ihrem Wirbelsäulenproblem – alles anders. Ich trage ihr das Futter hinhterher – und wenn ich Glück habe, frisst sie es.
In den vergangenen Tagen wurde ihr Appetit von Tag zu Tag weniger. Verstopfung war meine Vermutung. Eine verstopfte Katze frist nichts, weil der Körper reagiert. Das ist das Gute daran.
Also, sie fraß selbst ihre Lieblingshäppchen nicht mehr.
Heute Nachmittag habe ich meine Nachbarin geholt. Wir haben Lieschen in eine Decke gewickelt – Kopf und Po guckten raus. Um den Kopf hat sich streichelnderweise meine Nachbarin gekümmert, und in den Po habe ich das Mini-Klisiter geschoben. Lieschen fand das nicht lustig, aber die Angelegenheit war schnell erledigt.
Nach einer Stunde dann das Ergebnis. Im Katzenklo. Nachdem Lieschen die ganze Zeit versucht hat, nach raußen zu gelangen. Aber die Katzenklappe war zu. Ich musste das Ergebnis des Klistiers sehen. Ich musste sehen, ob sie überhaupt Kot ablässt – denn ein Darmverschluss ist tödlich.
Gleich nach der Erleichterung auf dem Klatzenklo ließ ich sie raus, sie fand ein paar Körnchen Futter auf der Terrasse (Futter für Lili im ihrem Terrassenkarton), die sie umgehend gleich verputzt hat. Also, ihr Appetitverlust lag offensichtlich an der Verstopfung.
Nun gebe ich ihr Öl ins Futter und hoffe, dass sie auch ohne Klistier aufs Klo kann. Denn das Drücken tut ihr offensichtlich weh.
Wie’s weiter geht mit meinem Schneeflöckchen – ich hoffe positiv. Denn die THP hat mir ein Globuli empfohlen, das ich Lieschen heute verabreicht habe. Gott sei Dank schlabbert sie gern Joghurt. Da hab ich es reingemischt.
Schlussgedanke: mit meinem geliebten Fritzchen gab es fast 15 Jahr lang keine Probleme. Danach – mit meinen anderne Katzen – ein Problem nach dem anderen. Es ist halt wie im richtigen Leben: von einem Tag auf den anderen kann alles anders sein …
Dieb entwischt
Ohne Beweisfoto: Moritz, der Klau-Bär. Heute habe ich Putenbrust gekocht – ein Leckerchen für meine Leckermäulchen. Drei Scheiben waren es insgesamt. Eine davon ließ ich abkühlen und verfütterte sie an die hungrige Meute.
Die restlichen zwei Scheiben verblieben im Topf. Und genau das war ein FEHLER. Denn eine Weile später stellte ich fest, dass der Topf leer war – bis auf das Kochwasser. Wer der Dieb war, steht fest: mein schwarzes Diebesmonster. Denn Lieschen war in dieser Zeit aushäusig und Lili befand sich bei mir im Arbeitszimmer.
Trotz der üppigen Mahlzeit zeigte der Dieb danach den üblichen Appetit. Vielleicht war es auch nur der Versuch der Tat-Verschleierung. So nach dem Motto: … schau doch mal, was ich für einen Hunger habe … ich kann auf keinen Fall der Dieb sein.
Das vierte Stück, das ich vorhin als Ersatz gekocht habe, hat er mittlerweile auch schon angebissen. Doch dieses Mal kam ich rechtzeitig in die Küche …
P. S.: Weil ich auf den Topf keinen Deckel, sondern ein Holzbrettchen gelegt hatte, hat der Dieb mittlerweile erfolgreich zugeschlagen. Hat die “Ersatz”scheibe rausgefischt und ratzeputz verspeist.
Esszimmer!
Vor kurzem habe ich – übergangsweise – einen Karton auf die Terrasse gestellt. Diesen Karton hat Lili spontan zu ihrem Esszimmer deklariert, denn seitdem hockt sie sich demonstrativ ins das Behältnis und schaut mich erwartungsvoll an.

Ich werde den Karton erstmal stehen lassen, denn bei dieser Schweinekälte ist es bestimmt besser für meine Kleine, wenn ihre Pfötchen nicht direkt auf den Fliesen stehen.

Gefühle
Als ich eben die Fotos von Susanne hier eingestellt und auf der Startseite angeschaut habe, tauchte plötzlich Felix im Header auf. Er schaute mich direkt an und sein Foto stach mir mitten ins Herz.
Es ist nun über ein halbes Jahr her, dass der kleine Kerl sich für immer verabschiedet hat. Doch er ist präsent wie eh und je. Ich hatte ihn sehr lieb, den zurückhaltenden und vorsichtigen Kater, der in seinen letzten zwei Lebensjahren einen merkwürdigen Gang hatte – wie ein Matrose auf einem Schiff mit starkem Seegang. Beim Gehen über das Parkett hörte ich das leise Geräusch seiner Krallen … tipp … tipp … tipp.

Ich vermisse ihn sehr. Nicht dauernd, aber doch regelmäßig. Und im Moment wünschte ich, das Geräusch seiner Krallen zu hören – während er in mein Arbeitszimmer tippelt …
Mit Tränen in den Augen – Renate
Abendbrot gerettet!
Mann, das war knapp! Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und mache, was man in einem Arbeitszimmer macht: arbeiten.
Plötzlich klingelt es an der Tür. Davor steht meine Nachbarin – mit zwei Scheiben ihres gerade erworbenen Tilsiters. (Wir “kümmern” uns gern gegenseitig umeinander. Wenn ich Kuchen backe, bringe ich auch immer welchen rüber). Also, ich trage den Tilsiter in die Küche und was entdecke ich da? Meinen schwarzbepelzten Rabauken – der auf dem Küchenboden sitzt und gerade die halb aufgetauten Shrimps verspachelt, die für mein Abendessen gedacht waren. Wenige Minuten später – und die Tüte wäre leer gewesen. Moritz’ Magen dagegen voll, angefüllt mit sehr kalten Shrimps.

Schuldbewusst raste er davon und machte sich vom Acker.

Nun strawanzt er wieder. Gut gesättigt – mit Meeresfrüchten. Und ich bin froh, dass ich so nette Nachbarn habe, denn ohne deren Tilsiter müsste ich mir fürs Abendessen jetzt was Neues ausdenken. Aber das, was der schwarze Dieb übrig gelassen hat, reicht …


