Archiv für die Kategorie „Gesundheitsprobleme“

Lilis nacktes Bäuchlein

Am 3. Februar 2010 wurde meine kleine Lili operiert. Und heute, fast fünf Wochen später, ist an ihrem Bäuchlein lediglich ein feiner Flaum zu sehen. Auf dem Foto erkennt man ihn so gut wie gar nicht.

Bauch

Ich bin sehr gespannt, wie lange es dauert, bis das Fell völlig nachgewachsen ist. Wenn das mit der “Geschwindigkeit” so weiter geht, dauert das bis in den nächsten Winter hinein.

Stand der Dinge bei den Ammersee-Katzen

Lili futtert nun seit drei Wochen mit gutem Appetit. Vor drei Tagen stand sie am Morgen zum ersten Mal nicht an ihrem Futterplatz in der Küche, und ich machte mir natürlich gleich Sorgen. Ich trug ihr die Körnchen des Diätfutters hinter her, davon verputzte sie ein paar Stück und ließ den Rest liegen. Gott sei Dank leckte sie mir aber die Joghurt-Mischung vom Finger, die sie jeden Tag bekommt. Ich träufle 10 Tropfen Nachtkerzenöl rein, das ist gut für die Immunabwehr, die bei Lili ja deutlich geschwächt ist, und ein halbes Teelöffelchen eines Mittels, das die Darmflora wieder auf Vordermann bringt.

Lili

Lilis gestörte Immunabwehr (IBD – chronisch-entzündliche Darmerkrankung) liegt vermutlich daran, dass ihre Mutter sie nicht gesäugt hat und Lili von Menschen aufgepäppelt werden musste. Die Immunabwehr wird aber durch die Muttermilch entwickelt. Und da Lili keine Muttermilch bekommen hat, konnte sie auch keine Immunabwehr aufbauen. Interessante Information, über die die Heilpraktikerin sehr erfreut war. In ein paar Wochen wird Lili dann ein spezielles Mittel bekommen, um dieses Manko auszugleichen. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Aber meine Erfahrungen mit der Heilpraktikerin sind ausgesprochen positiv:
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Lili auf dem Kartönchen

Lilis Popo ist ja so klein, dass er Platz auf dem kleinsten Kartönchen findet. Dieser hier beinhaltet – neben unter der Katze – Notizzettel.

Lili

Lili hat heute übrigens das erste Mal Futter “gefordert”. Sie tippelte zu ihrem Futterplatz in die Küche und sah mich erwartungsvoll an. Ich hab ihr dann ein paar Körnchen vom Diätfutter hingestreut, die hat sie – im Gegensatz zu den vergangenen Tagen – geknabbert. Was für ein wunderbares Geräusch! Wasser schlabbert sie mittlerweile auch. Ich freue mich und hoffe so sehr, dass ihr Zustand nun stabil bleibt.

Bäuchlein in die Sonne

Lili leckt mir nach wie vor die Vitaminmischung vom Finger, zu einem bisschen Joghurt wegen der Flüssigkeitszufuhr konnte ich sie auch überreden, und gekochte Pute hat sie auch gefuttert. Jetzt liegt sie in meinem Arbeitszimmer vor der Heizung und lässt sich die Sonne aufs malträtierte Bäuchlein scheinen. Die Fäden habe ich gestern alle gezogen.

Lili

Der erste Kartonbesuch nach der OP

Vorhin bekam Lili ihr Antibiotikum gespritzt. Da das brennt, kann sie das gar nicht leiden und hat mich in die Hand gebissen. Aber das nehme ich gern in Kauf. Danach ist sie erstmal entrüstet davon gelaufen, kam nach einer Weile dann aber wieder und hat einen Karton in meinem Arbeitszimmer entdeckt. In dem hockt sie jetzt…

Karton

Das Klo hat sie auch aufgesucht. Erfolgreich! Das Därmchen arbeitet also weiterhin so wie es soll…

Entwarnung!!!

Mit Glückstränen in den Augen hab ich eben der Ärztin zugehört, die mir mitgeteilt hat, dass die Veränderungen in Lilis Darm gutartig sind. Sie hat – wie viele andere Katzen – IBD. Das kommt in Schüben – wie bei Lili ja seit einigen Jahren, und ist nun, da wir GENAU wissen, was Lili hat, behandeln lässt.
Ihr könnte Euch vorstellen, wie ERLEICHTERT und GLÜCKLICH ich bin. Jetzt werde ich sofort zu Lili gehen, meine Nase in ihr Fell stecken und ihr die gute Nachricht überbringen. Ach!!!

Lili ist wieder Zuhause

Ach, was ist das für ein schöner Anblick, Lili auf meinem Schreibtisch.

Lili

Nach zwei Lili-losen Tagen, in denen ich mich so richtig einsam gefühlt habe, tippelt sie jetzt wieder durch die Wohnung und ist ständig an meiner Seite. Die Bauchbinde habe ich ihr verpasst, damit sie den Verband nicht aufzuppelt, denn der steht an einer Ecke schon weg. Also hab ich ihr ein elastisches Band ums Bäuchlein gewickelt, und das scheint sie nicht zu stören, denn sie kümmert sich überhaupt nicht darum.

Der Verband muss bleiben, damit sie nicht an der OP-Wunde oder den Fäden rumzieht. Die Wunde muss unbehelligt und in aller Ruhe heilen. Die Ärztin war sehr zufrieden, die Wunde sieht gut aus, ihrer Meinung nach. Keine entzündlichen Stellen zu sehen. Die Narbe ist so um die zwölf Zentimeter lang und der ganze Bauch kahl rasiert, 20 Zentimeter in der Länge und 15 Zentimeter in der Breite! Nun darf sie natürlich überhaupt nicht raus, was Gott sei Dank bei ihr nicht tragisch ist, weil sie es sie ohnehin nicht stark nach draußen zieht. Ihre Geschäftchen verrichtet sie sowieso lieber in der Wohnung (hab darüber ja schon berichtet … Badewanne). Natürlich hab ich ihr jetzt ein Klo hergerichtet, und das hat sie auch prompt benutzt und auch gleich ein Würstchen reingelegt, der kleine Darm funktioniert also – obwohl zwei Stellen rausgeschnitten wurden.
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Lili kommt heute heim

Um drei Uhr darf ich Lili heute abholen.

Ich muss sie füttern, das heißt, ihr Futter einflößen, weil sie noch nicht selbständig frisst. Warum, das werde ich wohl später erfahren. Dann muss ich alle drei Stunden Fieber messen bei ihr, und hoffe, dass ich das gut hinkriege. Werde gleich mal die Batterie für mein Schnell-Messthermometer ersetzen.

Ich freue mich so sehr auf mein kleines krankes Katzenmäuschen und hoffe mit meiner ganzen Kraft, dass die Untersuchungsergebnisse wirklich nur eine Futtermittelallergie ergeben. Und ich hoffe, dass ich nicht mehr allzu lange darauf warten muss … morgen vielleicht.

Danke für Eure guten Gedanken und lieben Kommentare!

P. S.: Meine Nachbarin ist Ärztin, zwar Humanmedizinerin, aber immerhin. Sie kann mir helfen, wenn Not am Mann ist, beispielsweise beim Spritzen geben oder solchen Dingen. Mit so jemandem Wand an Wand zu wohnen, ist manchmal sehr hilfreich.

Lili wird morgen operiert

Es ist ein sehr merkwürdiges und befremdliches Gefühl, nach Hause zu kommen ohne dass Lili die Katzenleiter runter brettert und mich maunzend auf dem Hof begrüßt. Sie kennt das Geräusch meines Autos und empfängt mich immer.

Vorhin konnte sie das nicht, weil ich sie in die Tierklinik nach Germering gebracht habe, wo sie morgen operiert wird. Ihr kranker Darm wird angeschaut und möglicherweise wird gleich das Stück, das keine Perestaltikbewegungen hat, rausgeschnitten. Außerdem werden an verschiedenen Darmstellen Gewebeproben entnommen, die dann genau untersucht werden. Ich hoffe und wünsche so sehr, dass alles gutartig ist!

Die Kleine hat den ganzen Tag nichts gefuttert und auch kein Wasser geschlabbert. und vorhin bei der Einlieferung wurde hohes Fieber festgestellt. Sie ist wohl sehr krank! Ich verstehe das nicht, weil vor fünf Wochen ja alles in Ordnung schien … ich hoffe, dass seinerzeit nichts übersehen oder nicht ernst genommen wurde.

Als ich mich von meiner geliebten Lili vorhin verabschiedet habe, lag sie ganz ruhig und schnurrend in meinem Arm. Ich habe leise “Auf Wiedersehen” in ihr Öhrchen geflüstert…

Lili, mon amour

Das Wichtigste im Leben meiner kleinen Lili ist – völlig ungewöhnlich für eine Katze – nicht fressen, sondern kuscheln.

Heute Abend, nachdem sie sich einigermaßen wieder auf den Beinen halten konnte, war das einzige, was sie wollte, auf den Schreibtisch springen und sich auf meinen Schoß oder vor die Tastatur legen.

Ich habe heute Abend noch fast eine Stunde telefoniert, mit der Tierheilpraktikerin und der Klinik, die Lili vor fünf Wochen untersucht hat. Damals waren ihre Darmschlingen in Ordnung. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Kleine sich wieder berappelt. Ein paar Körnchen hat sie mittlerweile auch zerbissen und geschluckt. Und momentan wartet sie wieder neben der Tastatur, dass sie sich an mich kuscheln kann. Ich werde sie jetzt mit aufs Sofa nehmen und eine gaaaaaanz ausgiebige Kuschelrunde mit ihr einlegen. Denn das ist ihr wirklich das Wichtigste im Leben. Kuscheln, kuscheln, kuscheln. Sobald irgend jemand meine Wohnung betritt und sich irgendwo hinsetzt … Lili liegt auf dem Schoß des Besuchs. Lili braucht Liebe wie niemand sonst, den ich kenne. Menschen- und katzenmäßig. Und genau das ist es, was ich so an ihr liebe.

Felix liegt übrigens vor dem Heizkörper und schläft. Wie er sich zur Zeit verhält, darüber berichte ich morgen. Denn der kleine Racker hält sich seit neuestem eine Türöffnerin … die weit nach Mitternacht noch parat steht, um ihn raus- oder reinzulassen.