Archiv für die Kategorie „Gesundheitsprobleme“

Schreck in der Morgenstunde

Gestern früh musste ich mal für kleine Mädchen. Lili rannte sofort in die Küche und wollte was zu futtern. Ich streute ihr ein paar Körnchen hin, und sie futterte brav.

Danach ging ich wieder ins Bett, wo Moritz und Felix rum lümmelten. Lieschen lag neben dem Schaf und Lili war auffallend unruhig. Sie rannte in der Gegend rum, kratzte an den Holzbeinen des anderen Schafes herum, kratzte am Schrank herum, polterte die Treppe runter, raste durchs Wohnzimmer, polterte die Treppe wieder auf und das immer wieder. Zwischendurch hockte sie sich zwar hin, aber aufs Bett, wie sonst, legte sie sich nicht. Dann kratzte sie wieder an Schaf und Schrank, raste durchs Zimmer und gab gurrende Geräusche von sich – und das Ganze erinnerte mich an den Samstag vor ein paar Wochen, wo sie auch so aufgedreht durch die Wohnung geschossen war, und einen Tag später ihr Appetit sichtbar abnahm.

Kaum hatte ich diesen Gedanken, hörte ich Lili würgen. Sie übergab sich. Zweimal. Mein Gott, sollte das alles nun wieder von vorn anfangen. In meiner Not rief ich (am Sonntag) die THP an, weil ich sie fragen wollte, welche Globuli ich Lili geben solle.

Die THP war mit dem Auto unterwegs und meinte, ich solle erstmal abwarten und gar nichts geben.

Den ganzen Tag über beobachtete ich Lili argwöhnisch, vor allem ihren Appetit. Der ließ Gott sei Dank nicht nach, und alles, was sie futterte behielt sie auch im Magen.

Vielleicht hat dieses Übergeben was mit ihrer Hyperaktivität zu tun. Sie hat ja manchmal solche Anfälle, und ich erinnere mich auch, in den letzten Monaten immer wieder mal irgendwo in der Wohnung ein bisschen erbrochenen (eingetrockneten) Schleim entdeckt zu haben.

Vor ein paar Jahren hatte Lili ja zwei epileptische Anfälle, und Epilepsie hat was mit Überaktivitäten des Gehirns zu tun. Vielleicht gibt es da Zusammenhänge. Ich werde morgen mal mit der THP telefonieren.

Heute hat Lili normal gefuttert, und auch sonst ist alles normal. Kein Erbrechen, und auf dem Klo ist auch alles so, wie es sein soll.

Ich hoffe, es bleibt so.

Ach, Lili, meine kleine Sorgenkatze…

Lili…

… hat absolut keinen Appetit. Aber sie sitzt momentan auf dem Schreibtisch neben meiner Tastatur und schnurrt. Selbst die Vitaminemulsion, die sie sonst mit Begeisterung von meinem Finger leckt, findet kein Interesse. In so einer Situation ist es dann unheimlich aufbauend, wenn der Arzt sagt, es könne auch ein Schilddrüsenproblem sein, und die THP dazu meint, dass das “Schite” sei, wenn sich das bewahrheiten würde. Warum warten die Fachleute nicht einfach ab, bis das Ergebnis feststeht, warum müssen sie sich immer in unsensibel geäußerten Mutmaßungen ergehen. WARUM?!

Sehr erbaulich ist auch, wenn ein Bekannter in allen Einzelheiten berichtet, dass seine Katze genau dieselben Probleme gehabt habe wie Lili, die Sonographie des Bauchraums auch keinerlei Probleme gezeigt habe (wie bei Lili), die Ärzte auch Schilddrüsenprobleme vermutet hätten, sie dann aber trotz Medikamentation nach wenigen Wochen eingeschläfert werden musste, weil sie nichts mehr fraß.

P. S. Gerade jetzt, vor 10 Sekunden habe ich nochmal die Vitaminemulsion auf meinen Finger getropft – Lili hat sie abgeleckt. Hoffnung!

Tierklinik!

Heute hat Lili sich zweimal übergeben. Ich fahre jetzt in die Tierklinik! Das Auf und Ab mache ich nicht mehr mit.

Ich melde mich nachher. Mit hoffentlich keinen allzu schlechten Nachrichten.

Ein kleines Wunder

Vier Tage musste ich meiner Lili das Futter hinterher tragen. Meistens hat sie angewidert den Kopf weggedreht. Sie hat sich übergeben, und alles sah so aus, als sei nach neun “friedlichen” Monaten der Zustand vom Februar wieder eingekehrt.

Gestern Vormittag fraß Lili wieder überhaupt nichts und überlegte ich mir, mit ihr in die Tierklinik zu fahren, rief aber vorh die THP an. Sie meinte, ich solle noch ein bisschen Geduld haben und Lili außerdem noch eine zweite Gabe der Globuli einflößen, die sie mir mitgegeben hatte. Ich hatte Geduld, verabreichte Lili die Globuli. Dann setzte ich mich vor den Computer und wartete auf einen Kunden, mit dem ich was zu erledigen hatte.

Der Kunde kam, Lili setzte sich sofort auf seinen Schoß und legte sich nach der Begrüßung auf ihren Stammplatz, unter die Schreibtischlampe neben meinem Bildschirm. Ungefähr 20 Zentimeter von ihrem Kopf entfernt lagen 5 Körnchen Trockenfutter.

Der Kunde und ich arbeiteten, Lili schlief. Doch plötzlich hob sie den Kopf, schnupperte, stand auf und …. fraß doch tatsächlich die Körnchen. Ich legte ihr wieder drei Körnchen hin (das Glas mit dem Futter hatte ich neben mir ins Regal gestellt – für alle Fälle) und …. krp … krp … krp … die Körnchen waren weg. Ich legte weiter Körnchen hin und innerhalb weniger Sekunden waren sie vertilgt. Kaum waren sie weg, suchte Lili schnuppernd nach weiteren Körnchen – da waren aber keine. Doch nur kurz, denn ich legte Nachschub hin. Der war auch in Nullkommanix verputzt.

Ich freute mich wie Bolle!

Doch trotz des Appetits/Hungers hieß es jetzt erstmal abwarten. Blieb das Futter im Magen oder kotzte sie es wieder aus. Das war die entscheidende Frage.

Nach der ausgiebigen Mahlzeit (so viel hatte sie seit einer Woche nicht gefressen) rollte Lili sich wieder unter der Schreibtischlampe ein und schlief ungefähr ein halbes Stündchen. Dann erhob sie sich, sprang vom Schreibtisch und strebte das Katzenklo im Badezimmer an. Ich hörte sie rascheln und schaute nach. Und was fand ich da? Wieder so ein wunderbares Würstchen – in der gewünschten Konsistenz, so, wie ein “gesundes” Katzenwürstchen eben auszusehen hat. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Der Darm arbeitete also einwandfrei.

Danach schlief sie wieder auf dem Schreibtisch bis zum frühen Abend.

So gegen sechs Uhr ging ich in die Küche, und wer tippelte hinter mir her? Lili. Sie hatte Hunger, denn sie setzte sich demonstrativ an ihren Futterplatz. Dort streute ich ihr wieder ein paar Körnchen hin, die sie ruckzuck niedermachte. Danach schaute sie mich an, so nach dem Motto: “Und das soll alles gewesen sein?” Ich streute einen Nachschlag hin. Der war innerhalb einer Minute weg. Der zweite Nachschlag ebenfalls. Genauso der dritte, vierte und fünfte! Nur wer solche bangen Situationen kennt, weiß, wie ich mich fühlte.

Gestern Abend lag sie wieder auf meinem Schoß, als Moritz vom Strawanzen kam, und sofort verdüsterte sich ihre gute Laune. Sie knurrte, sprang von meinem Schoß und rannte nach oben zur Galerie, wo mein Bett steht. Dort machte sie es sich bequem, und ich ließ sie in Ruhe.

Heute früh klopfte nochmal mein Herz. Was war wohl mit ihrem Appetit? Ich stand auf und ging die Treppe runter, zur Küche. Lili rannte vor mir her, setzte sich wieder demonstrativ auf ihren Futterplatz und verputzte wieder eine ausgiebige Mahlzeit mit zweimaligem Nachschlag.

Lili

Ich denke, sie ist überm Berg. Ohne Tierklinik, ohne Antibiotikum, ohne Narkose und ohne Ultraschall. Stattdessen mit den speziellen Globuli von der Tierheilpraktikerin, die wohl genau das Richtige für meine kleine, süße, zickige Mimosenkatze ausgesucht hat. Danke, liebe Ingrid!

Erleichterung!

Lili wurde von ihrer Mama nicht gesäugt, vermutlich hat sie deshalb nicht die notwendigen Immunstoffe mitgekommen und leidet an IBD, einer chronisch wiederkehrenden Darmentzündung. Wie schon geschrieben, verliert sie dadurch immer wieder regelmäßig ihren Appetit, und im Februar diesen Jahres stand es überhaupt nicht gut um sie. Sie wurde operiert und hat sich Dank homöopathischen Mitteln erstaunlich schnell und gut erholt. Doch die Erlebnisse mit meiner geliebten Katze und die Angst um sie hängen mir immer noch den Knochen und jedes Mal, wenn sie wenig oder gar nichts futtert, wird mir ganz Angst und Bange. So mal wieder vor ein paar Tagen. Drei Körnchen am Morgen, das war’s. Panik macht sich breit in mir. Joghurt, ihr Lieblingsschmankerl, hingestellt. Dran geschnuppert – mehr nicht. Oh Mann! HP angerufen, die hat Globuli verordnet. Die Globuli in Wasser aufgelöst und Lili ins Mäulchen geträufelt.

Lili

Nach ein paar Stunden hat sie dann wieder gefuttert. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen! Ob sie auch ohne Gluboli ihren Appetit wieder gefunden hätte – das weiß ich nicht. Lili ist sehr empfindlich, und sie frisst nicht, wenn ungewohnte Geräusche sie stören. Heute früh, als sie zu ihrem Futterplatz tippelte und ich ihr die Körnchen hingestreut habe, ertönte plötzlich lautes Scheppern … Handwerker luden unten im Hof mit Karacho ihr Werkzeug ab. Vielleicht lag es daran … ich weiß es nicht. Aber Hauptsache ist, mein kleines Pelzmäntelchen auf Pfoten futtert wieder.

Freude und Dankbarkeit

Lili

Drei Monate ist es nun her, dass meine süße kleine Lili operiert wurde. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die bangen Stunden und Tage, in denen ich mir überlegte, wie ich denn bei so tief gefrorenem Boden meine Katze beerdigen könne. Ja, ich hatte die Befürchtung, dass Lili nicht überleben würde.

Wer jemals erlebt hat, wie es ist, dass die Katze nicht mehr frisst und immer dünner wird und auch die Ärzte mit ernstem Gesicht dastehen und sagen “das sieht nicht gut aus”, der weiß, wie sich die Lebensfreude aus dem eigenen Herz stiehlt und einer dunklen Angst Platz macht und die Frage auftaucht, warum dieses kleine Kätzchen so leiden muss. Denn Lili hatte Schmerzen und ihr war auch übel. Meine sonst so lebendige und kesse kleine Lili lag nur noch apathisch rum und hatte offensichtlich keinen Spaß mehr am Leben.
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Gift für Katzen: Teebaumöl

Weil Moritz’ Zehe mit der ausgerissenen Kralle immer noch nicht ganz verheilt ist und ich sie mit Calendula-Essenz behandle, war ich am Samstag in der Apotheke, um Nachschub zu holen. Dort unterhielt ich mich mit der Apothekenhelferin und die empfahl mir Teebaumöl, weil das so schön desinfizierend wirke. Ich kaufte das Öl und träufelte es Moritz auf die verletzte Pfote.

Vorhin war ich mit Moritz bei der Tierheilpraktikerin und erzählte ganz beiläufig von dem Teebaumöl. Völlig entsetzt schaute sie mich an und meinte, dieses Öl sei Gift für Katzen und schon wenige Tropfen können zu schweren Vergiftungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen! Hier und hier steht mehr darüber.

Weil das Öl so stark riecht und Moritz den Geruch wohl nicht mochte, hat er vermutlich nicht so viel von dem Öl aufgeleckt und zeigt auch keine Vergiftungserscheinen. Ich werde ihn aber die nächsten Stunden beobachten…

Dass eine Apothekenfachfrau einfach so ein hochwirksames Mittel empfiehlt ohne zu wissen, dass es für Katzen tödlich sein kann, halte ich für äußerst fahrlässig und habe ihren Chef über den Vorfall informiert.

Lilis nacktes Bäuchlein

Am 3. Februar 2010 wurde meine kleine Lili operiert. Und heute, fast fünf Wochen später, ist an ihrem Bäuchlein lediglich ein feiner Flaum zu sehen. Auf dem Foto erkennt man ihn so gut wie gar nicht.

Bauch

Ich bin sehr gespannt, wie lange es dauert, bis das Fell völlig nachgewachsen ist. Wenn das mit der “Geschwindigkeit” so weiter geht, dauert das bis in den nächsten Winter hinein.

Stand der Dinge bei den Ammersee-Katzen

Lili futtert nun seit drei Wochen mit gutem Appetit. Vor drei Tagen stand sie am Morgen zum ersten Mal nicht an ihrem Futterplatz in der Küche, und ich machte mir natürlich gleich Sorgen. Ich trug ihr die Körnchen des Diätfutters hinter her, davon verputzte sie ein paar Stück und ließ den Rest liegen. Gott sei Dank leckte sie mir aber die Joghurt-Mischung vom Finger, die sie jeden Tag bekommt. Ich träufle 10 Tropfen Nachtkerzenöl rein, das ist gut für die Immunabwehr, die bei Lili ja deutlich geschwächt ist, und ein halbes Teelöffelchen eines Mittels, das die Darmflora wieder auf Vordermann bringt.

Lili

Lilis gestörte Immunabwehr (IBD – chronisch-entzündliche Darmerkrankung) liegt vermutlich daran, dass ihre Mutter sie nicht gesäugt hat und Lili von Menschen aufgepäppelt werden musste. Die Immunabwehr wird aber durch die Muttermilch entwickelt. Und da Lili keine Muttermilch bekommen hat, konnte sie auch keine Immunabwehr aufbauen. Interessante Information, über die die Heilpraktikerin sehr erfreut war. In ein paar Wochen wird Lili dann ein spezielles Mittel bekommen, um dieses Manko auszugleichen. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Aber meine Erfahrungen mit der Heilpraktikerin sind ausgesprochen positiv:
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Lili auf dem Kartönchen

Lilis Popo ist ja so klein, dass er Platz auf dem kleinsten Kartönchen findet. Dieser hier beinhaltet – neben unter der Katze – Notizzettel.

Lili

Lili hat heute übrigens das erste Mal Futter “gefordert”. Sie tippelte zu ihrem Futterplatz in die Küche und sah mich erwartungsvoll an. Ich hab ihr dann ein paar Körnchen vom Diätfutter hingestreut, die hat sie – im Gegensatz zu den vergangenen Tagen – geknabbert. Was für ein wunderbares Geräusch! Wasser schlabbert sie mittlerweile auch. Ich freue mich und hoffe so sehr, dass ihr Zustand nun stabil bleibt.