Erleichterung!

Lili wurde von ihrer Mama nicht gesäugt, vermutlich hat sie deshalb nicht die notwendigen Immunstoffe mitgekommen und leidet an IBD, einer chronisch wiederkehrenden Darmentzündung. Wie schon geschrieben, verliert sie dadurch immer wieder regelmäßig ihren Appetit, und im Februar diesen Jahres stand es überhaupt nicht gut um sie. Sie wurde operiert und hat sich Dank homöopathischen Mitteln erstaunlich schnell und gut erholt. Doch die Erlebnisse mit meiner geliebten Katze und die Angst um sie hängen mir immer noch den Knochen und jedes Mal, wenn sie wenig oder gar nichts futtert, wird mir ganz Angst und Bange. So mal wieder vor ein paar Tagen. Drei Körnchen am Morgen, das war’s. Panik macht sich breit in mir. Joghurt, ihr Lieblingsschmankerl, hingestellt. Dran geschnuppert – mehr nicht. Oh Mann! HP angerufen, die hat Globuli verordnet. Die Globuli in Wasser aufgelöst und Lili ins Mäulchen geträufelt.

Lili

Nach ein paar Stunden hat sie dann wieder gefuttert. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen! Ob sie auch ohne Gluboli ihren Appetit wieder gefunden hätte – das weiß ich nicht. Lili ist sehr empfindlich, und sie frisst nicht, wenn ungewohnte Geräusche sie stören. Heute früh, als sie zu ihrem Futterplatz tippelte und ich ihr die Körnchen hingestreut habe, ertönte plötzlich lautes Scheppern … Handwerker luden unten im Hof mit Karacho ihr Werkzeug ab. Vielleicht lag es daran … ich weiß es nicht. Aber Hauptsache ist, mein kleines Pelzmäntelchen auf Pfoten futtert wieder.

Freude und Dankbarkeit

Lili

Drei Monate ist es nun her, dass meine süße kleine Lili operiert wurde. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die bangen Stunden und Tage, in denen ich mir überlegte, wie ich denn bei so tief gefrorenem Boden meine Katze beerdigen könne. Ja, ich hatte die Befürchtung, dass Lili nicht überleben würde.

Wer jemals erlebt hat, wie es ist, dass die Katze nicht mehr frisst und immer dünner wird und auch die Ärzte mit ernstem Gesicht dastehen und sagen “das sieht nicht gut aus”, der weiß, wie sich die Lebensfreude aus dem eigenen Herz stiehlt und einer dunklen Angst Platz macht und die Frage auftaucht, warum dieses kleine Kätzchen so leiden muss. Denn Lili hatte Schmerzen und ihr war auch übel. Meine sonst so lebendige und kesse kleine Lili lag nur noch apathisch rum und hatte offensichtlich keinen Spaß mehr am Leben.
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Gift für Katzen: Teebaumöl

Weil Moritz’ Zehe mit der ausgerissenen Kralle immer noch nicht ganz verheilt ist und ich sie mit Calendula-Essenz behandle, war ich am Samstag in der Apotheke, um Nachschub zu holen. Dort unterhielt ich mich mit der Apothekenhelferin und die empfahl mir Teebaumöl, weil das so schön desinfizierend wirke. Ich kaufte das Öl und träufelte es Moritz auf die verletzte Pfote.

Vorhin war ich mit Moritz bei der Tierheilpraktikerin und erzählte ganz beiläufig von dem Teebaumöl. Völlig entsetzt schaute sie mich an und meinte, dieses Öl sei Gift für Katzen und schon wenige Tropfen können zu schweren Vergiftungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen! Hier und hier steht mehr darüber.

Weil das Öl so stark riecht und Moritz den Geruch wohl nicht mochte, hat er vermutlich nicht so viel von dem Öl aufgeleckt und zeigt auch keine Vergiftungserscheinen. Ich werde ihn aber die nächsten Stunden beobachten…

Dass eine Apothekenfachfrau einfach so ein hochwirksames Mittel empfiehlt ohne zu wissen, dass es für Katzen tödlich sein kann, halte ich für äußerst fahrlässig und habe ihren Chef über den Vorfall informiert.

Lilis nacktes Bäuchlein

Am 3. Februar 2010 wurde meine kleine Lili operiert. Und heute, fast fünf Wochen später, ist an ihrem Bäuchlein lediglich ein feiner Flaum zu sehen. Auf dem Foto erkennt man ihn so gut wie gar nicht.

Bauch

Ich bin sehr gespannt, wie lange es dauert, bis das Fell völlig nachgewachsen ist. Wenn das mit der “Geschwindigkeit” so weiter geht, dauert das bis in den nächsten Winter hinein.

Stand der Dinge bei den Ammersee-Katzen

Lili futtert nun seit drei Wochen mit gutem Appetit. Vor drei Tagen stand sie am Morgen zum ersten Mal nicht an ihrem Futterplatz in der Küche, und ich machte mir natürlich gleich Sorgen. Ich trug ihr die Körnchen des Diätfutters hinter her, davon verputzte sie ein paar Stück und ließ den Rest liegen. Gott sei Dank leckte sie mir aber die Joghurt-Mischung vom Finger, die sie jeden Tag bekommt. Ich träufle 10 Tropfen Nachtkerzenöl rein, das ist gut für die Immunabwehr, die bei Lili ja deutlich geschwächt ist, und ein halbes Teelöffelchen eines Mittels, das die Darmflora wieder auf Vordermann bringt.

Lili

Lilis gestörte Immunabwehr (IBD – chronisch-entzündliche Darmerkrankung) liegt vermutlich daran, dass ihre Mutter sie nicht gesäugt hat und Lili von Menschen aufgepäppelt werden musste. Die Immunabwehr wird aber durch die Muttermilch entwickelt. Und da Lili keine Muttermilch bekommen hat, konnte sie auch keine Immunabwehr aufbauen. Interessante Information, über die die Heilpraktikerin sehr erfreut war. In ein paar Wochen wird Lili dann ein spezielles Mittel bekommen, um dieses Manko auszugleichen. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Aber meine Erfahrungen mit der Heilpraktikerin sind ausgesprochen positiv:
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Lili auf dem Kartönchen

Lilis Popo ist ja so klein, dass er Platz auf dem kleinsten Kartönchen findet. Dieser hier beinhaltet – neben unter der Katze – Notizzettel.

Lili

Lili hat heute übrigens das erste Mal Futter “gefordert”. Sie tippelte zu ihrem Futterplatz in die Küche und sah mich erwartungsvoll an. Ich hab ihr dann ein paar Körnchen vom Diätfutter hingestreut, die hat sie – im Gegensatz zu den vergangenen Tagen – geknabbert. Was für ein wunderbares Geräusch! Wasser schlabbert sie mittlerweile auch. Ich freue mich und hoffe so sehr, dass ihr Zustand nun stabil bleibt.

Bäuchlein in die Sonne

Lili leckt mir nach wie vor die Vitaminmischung vom Finger, zu einem bisschen Joghurt wegen der Flüssigkeitszufuhr konnte ich sie auch überreden, und gekochte Pute hat sie auch gefuttert. Jetzt liegt sie in meinem Arbeitszimmer vor der Heizung und lässt sich die Sonne aufs malträtierte Bäuchlein scheinen. Die Fäden habe ich gestern alle gezogen.

Lili

Der erste Kartonbesuch nach der OP

Vorhin bekam Lili ihr Antibiotikum gespritzt. Da das brennt, kann sie das gar nicht leiden und hat mich in die Hand gebissen. Aber das nehme ich gern in Kauf. Danach ist sie erstmal entrüstet davon gelaufen, kam nach einer Weile dann aber wieder und hat einen Karton in meinem Arbeitszimmer entdeckt. In dem hockt sie jetzt…

Karton

Das Klo hat sie auch aufgesucht. Erfolgreich! Das Därmchen arbeitet also weiterhin so wie es soll…

Entwarnung!!!

Mit Glückstränen in den Augen hab ich eben der Ärztin zugehört, die mir mitgeteilt hat, dass die Veränderungen in Lilis Darm gutartig sind. Sie hat – wie viele andere Katzen – IBD. Das kommt in Schüben – wie bei Lili ja seit einigen Jahren, und ist nun, da wir GENAU wissen, was Lili hat, behandeln lässt.
Ihr könnte Euch vorstellen, wie ERLEICHTERT und GLÜCKLICH ich bin. Jetzt werde ich sofort zu Lili gehen, meine Nase in ihr Fell stecken und ihr die gute Nachricht überbringen. Ach!!!

Lili ist wieder Zuhause

Ach, was ist das für ein schöner Anblick, Lili auf meinem Schreibtisch.

Lili

Nach zwei Lili-losen Tagen, in denen ich mich so richtig einsam gefühlt habe, tippelt sie jetzt wieder durch die Wohnung und ist ständig an meiner Seite. Die Bauchbinde habe ich ihr verpasst, damit sie den Verband nicht aufzuppelt, denn der steht an einer Ecke schon weg. Also hab ich ihr ein elastisches Band ums Bäuchlein gewickelt, und das scheint sie nicht zu stören, denn sie kümmert sich überhaupt nicht darum.

Der Verband muss bleiben, damit sie nicht an der OP-Wunde oder den Fäden rumzieht. Die Wunde muss unbehelligt und in aller Ruhe heilen. Die Ärztin war sehr zufrieden, die Wunde sieht gut aus, ihrer Meinung nach. Keine entzündlichen Stellen zu sehen. Die Narbe ist so um die zwölf Zentimeter lang und der ganze Bauch kahl rasiert, 20 Zentimeter in der Länge und 15 Zentimeter in der Breite! Nun darf sie natürlich überhaupt nicht raus, was Gott sei Dank bei ihr nicht tragisch ist, weil sie es sie ohnehin nicht stark nach draußen zieht. Ihre Geschäftchen verrichtet sie sowieso lieber in der Wohnung (hab darüber ja schon berichtet … Badewanne). Natürlich hab ich ihr jetzt ein Klo hergerichtet, und das hat sie auch prompt benutzt und auch gleich ein Würstchen reingelegt, der kleine Darm funktioniert also – obwohl zwei Stellen rausgeschnitten wurden.
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