Archiv für Februar 2010

Lili kommt heute heim

Um drei Uhr darf ich Lili heute abholen.

Ich muss sie füttern, das heißt, ihr Futter einflößen, weil sie noch nicht selbständig frisst. Warum, das werde ich wohl später erfahren. Dann muss ich alle drei Stunden Fieber messen bei ihr, und hoffe, dass ich das gut hinkriege. Werde gleich mal die Batterie für mein Schnell-Messthermometer ersetzen.

Ich freue mich so sehr auf mein kleines krankes Katzenmäuschen und hoffe mit meiner ganzen Kraft, dass die Untersuchungsergebnisse wirklich nur eine Futtermittelallergie ergeben. Und ich hoffe, dass ich nicht mehr allzu lange darauf warten muss … morgen vielleicht.

Danke für Eure guten Gedanken und lieben Kommentare!

P. S.: Meine Nachbarin ist Ärztin, zwar Humanmedizinerin, aber immerhin. Sie kann mir helfen, wenn Not am Mann ist, beispielsweise beim Spritzen geben oder solchen Dingen. Mit so jemandem Wand an Wand zu wohnen, ist manchmal sehr hilfreich.

Worüber ich mich ärgere

Spreche ich mit Tierärzten über die Probleme von Lili und Felix, so werde ich bombardiert mit Fachbegriffen, von denen ich nicht den Schimmer einer Ahnung habe.

Können die nicht “deutsch” sprechen? Die wissen doch ganz genau, dass (und jeder Laie) medizinische Fachausdrücken so ähnlich wie chinesisch sind. Das werde ich beim nächsten Mal SEHR deutlich zum Ausdruck bringen, denn in der jeweiligen Situation bin ich so verwirrt und voller Angst, dass ich mich gar nicht traue zu fragen, was denn nun das – unaussprechliche Wort – bedeutet.

Ich finde das grundsätzlich unmöglich und werde das endlich mal unmissverständlich zum Ausdruck bringen. Denn das ärgert mich schon lange. Ich habe große Angst um mein Tier und bekomme Begriffe um die Ohren gehauen, die mich nicht beruhigen, sondern nur noch mehr verunsichern. WEIL ICH NICHT WEISS, WAS SIE BEDEUTEN. Das ist so ähnlich, wie wenn ich einem Bildbearbeitungs-Laien sage, er solle doch mal die Ebene duplizieren und den Modus auf multiplizieren setzen.

Operation ueberstanden

Vor wenigen Minuten hat Lili sich nach der OP das erste Mal auf die Beine gestellt. Bei der OP als solcher waren keine besonders gefährlich Auffälligkeiten sichtbar.* Das heißt aber leider nichts, relevant sind die Ergebnisse der Gewebeproben. Die wurden entnommen von Darm, Bauchspeicheldruese und Leber.
Es ist entweder Krebs oder eine Futtelmittelallergie. Zumindest habe ich das so verstanden. Da meine Kleine vor fünf Wochen schon auf Krebs untersucht wurde, hoffe ich, dass sie nur allergisch auf bestimmte Futtermittel reagiert. Und ich hoffe auch, dass ich sie morgen nach Hause holen kann. Sie fehlt mir so! Und nun heißt es warten – auf die Untersuchungsergebnisse der Gewebeproben. Bitte schickt all Eure guten Wünsche zu der kleinen kessen und doch so sensiblen Lili. Sie ist doch noch nicht mal neun Jahre alt.

* zwei Stunden später: Wie ich eben begriffen habe, waren da doch Auffälligkeiten und Lili wurden Teile des Darms entfernt. “Morphologische Veränderungen” wurden festgestellt. Was das alles bedeutet, werde ich morgen erfahren. Ach…

Lili wird morgen operiert

Es ist ein sehr merkwürdiges und befremdliches Gefühl, nach Hause zu kommen ohne dass Lili die Katzenleiter runter brettert und mich maunzend auf dem Hof begrüßt. Sie kennt das Geräusch meines Autos und empfängt mich immer.

Vorhin konnte sie das nicht, weil ich sie in die Tierklinik nach Germering gebracht habe, wo sie morgen operiert wird. Ihr kranker Darm wird angeschaut und möglicherweise wird gleich das Stück, das keine Perestaltikbewegungen hat, rausgeschnitten. Außerdem werden an verschiedenen Darmstellen Gewebeproben entnommen, die dann genau untersucht werden. Ich hoffe und wünsche so sehr, dass alles gutartig ist!

Die Kleine hat den ganzen Tag nichts gefuttert und auch kein Wasser geschlabbert. und vorhin bei der Einlieferung wurde hohes Fieber festgestellt. Sie ist wohl sehr krank! Ich verstehe das nicht, weil vor fünf Wochen ja alles in Ordnung schien … ich hoffe, dass seinerzeit nichts übersehen oder nicht ernst genommen wurde.

Als ich mich von meiner geliebten Lili vorhin verabschiedet habe, lag sie ganz ruhig und schnurrend in meinem Arm. Ich habe leise “Auf Wiedersehen” in ihr Öhrchen geflüstert…

Naschkatze

Tuete

Lili, mon amour

Das Wichtigste im Leben meiner kleinen Lili ist – völlig ungewöhnlich für eine Katze – nicht fressen, sondern kuscheln.

Heute Abend, nachdem sie sich einigermaßen wieder auf den Beinen halten konnte, war das einzige, was sie wollte, auf den Schreibtisch springen und sich auf meinen Schoß oder vor die Tastatur legen.

Ich habe heute Abend noch fast eine Stunde telefoniert, mit der Tierheilpraktikerin und der Klinik, die Lili vor fünf Wochen untersucht hat. Damals waren ihre Darmschlingen in Ordnung. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Kleine sich wieder berappelt. Ein paar Körnchen hat sie mittlerweile auch zerbissen und geschluckt. Und momentan wartet sie wieder neben der Tastatur, dass sie sich an mich kuscheln kann. Ich werde sie jetzt mit aufs Sofa nehmen und eine gaaaaaanz ausgiebige Kuschelrunde mit ihr einlegen. Denn das ist ihr wirklich das Wichtigste im Leben. Kuscheln, kuscheln, kuscheln. Sobald irgend jemand meine Wohnung betritt und sich irgendwo hinsetzt … Lili liegt auf dem Schoß des Besuchs. Lili braucht Liebe wie niemand sonst, den ich kenne. Menschen- und katzenmäßig. Und genau das ist es, was ich so an ihr liebe.

Felix liegt übrigens vor dem Heizkörper und schläft. Wie er sich zur Zeit verhält, darüber berichte ich morgen. Denn der kleine Racker hält sich seit neuestem eine Türöffnerin … die weit nach Mitternacht noch parat steht, um ihn raus- oder reinzulassen.

Sorgenkinder

War heute mit Lili schon wieder in der Tierklinik. Sie frisst wieder nicht. Nichts, gar nichts! Nicht mal ein Häppchen von ihrem Lieblings-Schmankerl, dem Ziegenfrischkäse, den sie mir sonst auch bei Appetitlosigkeit vom Finger geleckt hat. Auch den Thunfisch, den sie normalerweise liebt, hat sie verschmäht.

Spontan bin ich in die Tierklinik gefahren, in die neue (teure). Dort wurde ihr Bäuchlein mit Ultraschall untersucht, und die Ärztin entdeckte bei den Darmschlingen etwas, das ihr “nicht gefiel”. Weil Lili sich aufführt wie eine wild gewordene Rakete, musste sie vorher leicht sediert werden. Nach der Untersuchung wurde ihr noch Blut abgenommen, um wieder ein Blutbild zu erstellen und die Bauchspeicheldrüsen-Werte nochmal zu analysieren.

Lili

Der Flaum am Bäuchlein, der so allmählich wieder nachwuchs, ist wieder weg, das Bäuchlein ganz nackt. Gottseidank macht sie normalerweise keine langen Ausflüge draußen. Und heute darf sie eh nicht raus.

Momentan torkelt meine kleine Schmusebacke wie betrunken durch die Wohnung, und ich mache mir schon wieder große Sorgen um sie und hoffe, dass sie nichts Ernsthaftes hat. Ich liebe sie so sehr!

Bei der Gelegenheit habe ich auch Felix mitgenommen, um seinen Blutdruck zu untersuchen. Er bekommt ja keine Blutdrucktabletten mehr. Ergebnis: Blutdruck ist zu hoch, er muss also wieder Tabletten nehmen. Nächste Woche wird erneut kontrolliert. Ach, meine geliebten Sorgenkinder…

Meine Menagerie

In meinem Haushalt tummeln sich nicht nur Katzen, sondern auch drei Schafe. Zwei davon sieht man hier. Und das große weiße Schaf, ist Lieschens Lieblingsplatz. Meistens liegt sie daneben, manchmal auch oben drauf. Nach einer Weile ist das arme Schaf dann ganz platt und muss “aufgeschüttelt” werden.

Lieschen

Jamaika-Koalition

Zumindest auf meinem Sofa ist hin und wieder eine Schwarz-Gelb-Grüne Koalition möglich.
Moritz