Familienzuwachs im Hause Sand
Martina und Axel Sand lieben Katzen. Sechs Leisetreter leben dort bereits als Untermieter. Seit gestern gibt es nun auch noch Pebbles, eine kleine spanische Schönheit. Und wieder hat ein Kätzchen, dem in Spanien nichts Gutes bevorstand, ein schönes und liebevolles Zuhause. Ich freue mich sehr darüber!

Foto: Axel Sand
Mucki
Das ist Mucki. Die kleine Katze ist schon seit vielen Jahren im Katzenhimmel. Aber immer, wenn mir ein Foto von ihr in die Hände kommt, dann denke ich: ach, was war das für ein niedliches Kätzchen.

Sie war meine zweite Katze. Und wie sie in mein Leben kam, beschreibt folgende Geschichte.
„Wollt Ihr nicht ne kleine Katze adoptieren,“ fragte Annegret durchs Telefon.
„Nein danke, wir haben schon eine,“ sagte ich.
„Na und, das macht doch nichts, im Gegenteil. Eine Single-Katze fühlt sich einsam.“
„Putzel fühlt sich überhaupt nicht einsam,“ sagte ich, „im Gegenteil. Ich bin sicher, dass er sich ganz prima fühlt, so als Alleinbeherrscher von Wohnung und Dach.“
„Das kannst du gar nicht wissen, das musst du ausprobieren. Am besten gleich heute Abend. Ich komme vorbei, du kochst uns ein paar Nudeln, und ich bringe das Kätzchen mit.“
Kommt ja gar nicht in Frage … wollte ich entgegnen, aber Annegret ließ mich nicht zu Wort kommen.
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Lili-Putzelchen liebt Kartons
Ist ja schon bekannt … kaum steht irgendwo ein Karton, schon hockt Lili drin.

Manchmal wird sie beim Untersuchen eines Kartons dann auch jäh von einer SEHR großen Müdigkeit übermannt und muss an Ort und Stelle ein Nickerchen machen.

In der Tierklinik
Vorgestern war ich mit Felix in der Tierklinik, in einer anderen.
Sein Herzmuskel ist vergrößert. Das ist definitiv. Er hat einen “Galopp”-Herzschlag, aber die Situation ist Gott sei Dank nicht so, dass ich täglich damit rechnen muss, dass der kleine Kerl stirbt.
Er wurde genau untersucht, und interessant ist, dass sein Blutdruck zu niedrig ist. Er braucht also vermutlich keine Blutdrucktabletten mehr. Das werde ich morgen mit der Tierheilpraktikerin abklären. Das ASS für die Blutverdünnung habe ich auch abgesetzt, weil keine Gefahr für ein Blutgerinsel besteht.
Alles in allem bin ich ziemlich sauer auf die Tierklinik in Weilheim und auch auf meine “normale” Tierärztin. Denn weder da noch dort kam irgendjemand auf die Idee, bei Felix den Blutdruck zu untersuchen und überhaupt mal die Medikamenten-Gabe in Frage zu stellen.
Ich soll nun beobachten, wie schnell Felix atmet. Wenn sein Puls schneller als 60 ist, braucht er Herzmedikamente. Aber sein Puls liegt bei 35 – also zur Zeit im absolut “grünen” Bereich. Mir wurde empfohlen, alle drei Monate ein Ultraschall zu machen. Auch das werde ich mit der Tierheilpraktikerin besprechen.
Die Untersuchung am Freitag hat 218 Euro gekostet. Davon der Ultraschall 120 Euro. Ich frage mich allerdings, warum dreimal soviel gekostet hat wie woanders. Manchmal habe ich den Eindruck, einfach nur abgezockt zu werden.
Bei der Tierheilpraktikerin allerdings hatte ich ein anderes Gefühl. Ich glaube, der liegt das Wohlergehen ihrer Patienten tatsächlich am Herzen. Ich werde weiter berichten…
Bei der Tierheilpraktikerin
Vorgestern war es soweit. Termin bei der Tierheilpraktikerin. Felix, der mittlerweile wieder raus darf und sich bei diesen Temperaturen normalerweise nur fünf bis zehn Minuten draußen aufhält, war seit zwei Stunden verschwunden. Ich suchte nach ihm, pfiff nach ihm … nichts. Als ahnte der kleine Kerl, dass wieder was im Busch war – er blieb verschwunden. Um drei Uhr nachmittags war der Termin, in Dießen, 10 Minuten Autofahrt dort hin. Seit ein Uhr hatte ich ihn nicht mehr gesehen und seitdem suchte ich jede halbe Stunde nach ihm. Vergeblich! Ich war sauer, konnte aber nichts machen, also würde ich wohl mit Lili allein den Termin wahrnehmen müssen.
Ich warf mich in Mantel und Winterschuhe, als wider Erwarten Felix durch die Katzenklappe schlüpfte. Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich stopfte meine beiden Katzen in den Korb.

Die Fahrt war unproblematisch. Felix gab – wie gewohnt – keinen Ton von sich, und Lili, die normalerweise am Stück schreit, war auch relativ ruhig, der Kamerad im Korb war wohl eine seelisch-moralische Stütze.
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Pauli sucht einen Flugpaten
Sehr gute Nachricht: Pauli hat ein Zuhause gefunden! Nun braucht er nur noch einen Flugpaten von München nach Düsseldorf.
Wenn also jemand von München nach Düsseldorf fliegt, wäre es schön, wenn er Pauli im Fluggebäck hätte. Dazu bitte bei Eva melden:
Telefon: 089/641 32 70 oder 0151 115 439 58
Pauli sucht ein liebevolles Zuhause

Hallo , ich bin Pauli und noch immer habe ich kein neues Zuhause gefunden. Ein älteres Frauchen hat mich bei sich aufgenommen. ich kann auch schon ganz viel, nämlich sitz und platz. Ich weiss auch, dass ich nicht in die Küche darf, nicht ins Schlafzimmer und nicht auf die Couch. Ich bin sehr verschmust und möchte gerne einmal rennen ohne Leine.
Mein jetziges Frauchen hat Angst, dass ich abhaue oder sie ausrutscht und dann müsste ich in ein Tierheim. Wer will das schon.
Vielleicht gibt es eine liebe junge Familie, die Kinder hat, mit denen ich spielen kann und vielleicht ein Frauchen oder ein Herrchen die joggen?
Bitte ruft an, wenn Ihr Interesse an mir habt. Ich bin1 Jahr alt, komme aus Kroatien und bin gesund und munter.
Tel 089/6413270 oder 0151 115 43958
Winter am Ammersee
Katzen laufen nicht kreuz und quer durch die Gegend, sondern haben ihre Routen. Das sieht man im Sommer am den kleinen Trampelpfaden im Gras und im Winter an den Spuren im Schnee erst recht.

Ach…
Geht es dem Tier schlecht, geht es mir auch schlecht. Ich hab ein ganz flaues Gefühle im Magen und Angst um Felix. Vorhin habe ich ihn wie verrückt gesucht. Kein Felix in Sichtweite. In jede Ecke hab ich gegeguckt, unters Bett, unters Sofa, hinter die Vorhänge, ins Regal … überall wo 9 Kilo Kater Platz finden können.
Nichts!
Die Katzenklappe war definitiv verschlossen. Entwischt konnte er also nicht sein. Er darf nämlich zur Zeit nicht raus. Erstens wegen der Kälte, zweitens wegen dem schneeglatten Dach, über das die Katzen traversieren müssen, bis sie bei der Katzenleiter angelangt sind, die an der Dachrinne festgemacht ist. Bei trockenem und warmem Wetter ist das kein Problem, die Ziegel sind leicht aufgerauht. Aber wenn gefrorener Schnee auf dem Dach liegt, zieht es den Leisertretern die Beinchen weg und sie müssen ruckzuck balancieren.
Bei den Schmerzen, die Felix ohren-scheinlich hat, ist die Gefahr zu groß, dass der Schmerz größer ist als die Balancefähigkeit. Er würde rutschen, über die Dachrinne plumpsen und nach unten fallen. Unten, das liegt drei Meter entfernt. Da könnte er sich die Knochen oder den Hals brechen, denn das mit den Vier-Pfoten-Ausbalancieren würde vermutlich auch nicht reibungslos funktionieren. Und selbst, wenn es funktionierte, würde er mit Karacho auf den Pfoten landen und das müssten die kranken Gelenke abfedern. Der Schmerz, den er dabei aushalten müsste, würde ihm bestimmt die Sinne rauben.
So muss der kleine Kerl also in der Wohnung bleiben. Das Katzenklo mag er nicht, und so hab ich ihn vorhin nach unten gebracht (getragen), wo er – an der Leine, damit er nicht ausbüchst – wenigstens gepinkelt hat. Sehr lange, denn er war seit gestern um die Zeit nicht mehr auf Toilette.
Nun hoffe ich, dass die Schmerztabletten irgendwann Wirkung zeigen, und das geplagte Katerchen wieder einigermaßen normal gehen kann. Zur Zeit hinkt er sehr und beim Sitzen hebt er das Pfötchen hoch. Allerdings sitzt er kaum, sondern liegt. Wenigstens knurrt er nicht mehr, wenn er die Lage wechselt.
Fressen tut der sonst so gefräßige Kerl auch nur wie ein Spatz. Eben hab ich ihm Hühnchenfleisch vors Näschen gehalten. Das hat er wenigstens verspeist. Aber die Tablette, die die Gelenke schmieren soll, liegt noch – aufgelöst – in der Hühnerbrühe. Von der schlabbert er hin und wieder ein paar Züngchen. Sein Appetit ist verschwunden – zum ersten Mal in seinem ganzen Leben.
Ach so, die Suche. Nachdem ich in alle Ecken und Winkel mindestens dreimal rein geschaut habe, unters Bett und unters Sofa mehrmals, habe ich ihn endlich entdeckt. Er lag doch unter dem Sofa, gut versteckt, in der hintersten Ecke.

Da liegt er jetzt auch, mittlerweile habe ich ihm einen flauschigen Badezimmervorleger ausgebreitet. Den hat er akzeptiert.
Ab und zu streichle ich sein Köpfchen, und er schnurrt auch ein bisschen – hin und wieder.
Ach, dieses arme Kerlchen. Vergrößerter Herzmuskel, zusammenwachsende Wirbel und nun auch noch starke Arthrose. Wie hat dieser liebe und immer freundliche Kater das nur verdient. Als Baby aus dem Stadel geprügelt, verängstigt und stets auf der Hut, ist er vor genau elf Jahren bei mir gelandet und verbrachte die ersten Wochen bei mir ausschließlich unter dem Sofa. Kam nur raus, wenn ich ihm was zu Fressen hingestellt hatte und wenn er aufs Klöchen musste.
Aber ich denke, er spürt, dass ich ihn liebe und nur das Beste für ihn will. Hoffentlich ist er bald wieder auf dem Damm! Mit Appetit und so wenig Schmerzen wie möglich…
Felix geht es schlecht
Komme gerade von der Tierklinik. Gestern Abend kam Felix nach Hause und hinkte. Ich untersuchte ihn, er schrie, fauchte, knurrte und schlug mit den Tatzen nach mir. Ich untersuchte ihn trotzdem weiter und konnte den Schmerz lokalisieren: im Kniegelenk des linken Vorderbeines. Die Schmerzen mussten so groß sein, dass er selbst beim Gehen knurrt. Auch wenn er seine Liegeposition ändert knurrt er. Das hat er noch nie gemacht, obwohl die Schmerzen aufgrund des Zusammenwachsens von zwei Rückenwirbeln auch groß sein müssen.
Selbst in der Tierklinik hat er bei der Untersuchung geknurrt, auch das hat er noch nie gemacht. Der kleine Kerl muss also enorme Schmerzen haben.
Er wurde geröntgt. Er hat starke Arthrose, die nicht besser werden, sondern definitiv zunehmen wird. Vermutlich ist er gestern irgendwo gestolpert oder hängengeblieben, so dass sich irgendwas am Gelenk verschoben hat und nun auf die Nerven drückt oder was auch immer. Ich kenne mich mit den Auswirkungen von Arthrose nicht aus.
Er hat eine Spritze gegen die Schmerzen bekommen und wird nun auch weiterhin täglich eine Schmerztablette bekommen. Ich weiß nicht, wie das weitergehen wird. Gegen seine gefährliche Herzmuskelvergrößerung bekommt er auch regelmäßig Medikamente und es kann sein, dass sich die Medikamente miteinander nicht vertragen. Dann muss ich ihn vermutlich Schmerzmittel spritzen. Gott sei Dank ist er nicht so hysterisch wie Lili, der ich nie im Leben eine Spritze verpassen könnte, sondern ein geduldiger und tapferer kleiner Kater, der alles klaglos über sich ergehen lässt.
Gestern hatte er noch großen Appetit, heute nicht mehr. Vielleicht ist es auch der Schock, zusammen mit der Fahrt zur Tierklinik … aber momentan liegt er in der hintersten Ecke unter meinem Bett. Es geht ihm nicht gut. Ich mache mir große Sorgen.


