Wie man Katzen in eine Transportbox lockt

Ein Tipp von Charley, der immer mit vier Katzen in Urlaub fährt.
Weiter ein Tip, den wir vor diversen Jahren von unserer Ärztin bekamen. Thema: Wie nehme ich den Miezen die Angst vor der Transportbox. Diese Sache ist ja nicht unerheblich, wenn sie mit in den Urlaub sollen, so wie bei uns, oder es geht zum Tierarzt. Also lassen wir die Boxen in der Wohnung verteilt, offen stehen. Das ist wichtig. Sie müssen sie als selbstverständlich annehmen. Unsere liegen oft in den Boxen und schlafen. So haben sie auch keine Angst, wenns denn mal verboxt losgeht.

Allerdings gibts da bei uns einen kleinen Unterschied. Bleibt die Box während der Fahrt zu, gehts zum Arzt, bleibt sie offen, gehts in den Urlaub. Doch die Miezen sind lernfähig. Fangen wir sie morgens, gehts in den Urlaub. Dann ists nicht so wild. Wollen wir sie so um Mittag in dei Boxen bringen , geht ein gewisses Ritual voraus. Sie machen alles, um NICHT gefangen zu werden. Hat man sie dann endlich, beginnen sie mit einem jämmerlichen Geheule. Da sind sie sich alle einig. Ist schon seltsam, was denen noch alles einfällt. Beim Doktor ist allerdings Ruhe. Da wartet man ab, was der andere macht. Fouwler z. B. geht nicht aus der Box. Der fällt noch nicht einmal heraus, wenn man sie auf den Kopf stellt. Der weiß, was sicherer Halt ist. Hat natürlich keine Chance, die Ärztin trickst in immer aus.

Hier ist die richtige Reihenfolge sehr wichtig! Fouwler, Luzie; Bertl und zu guter letzt Sally. Das darf nicht verändert werden. Sonst wirds für den Arzt und den der sie hält unangenehm. Das ist so. Ich habs mal vermasselt. Ergebnis; ein kaputtes T- Shirt und diverse, gut blutende Risse an den Händen. Tja, so ist das eben. Einer ist immer der Verlierer.
Mit besten Grüssen Charley vonne Waterkant

Anmerkung: Charley verreist regelmäßig mit seinem Anhang – wie man hier sehen kann ;-)

reise.jpg

Meine Katze Lili hatte eine Darmentzündung

Das Foto unten ist auf den ersten Blick nichts besonderes. Kennt man den Hintergrund dafür, dann ist es doch etwas besonderes. Meine Katze Lili ist zwar ein kesses und unerschrockener Persönchen, aber bei ihr gilt wohl: wie der Herr, so’s Gscherr…” Denn von mir nehmen auch die meisten Menschen an, ich sei hart im nehmen. Dem ist aber überhaupt nicht so, denn in so mancher harter Schale steckt ein weicher Kern. Aber zurück zu Lili … Lili ist eine sehr sensible kleine Katze und hat auch einen sehr sensiblen Magen. Zweimal bereits hatte sie eine Darmentzündung mit der Konsequenz der totalen Appetitlosigkeit. Sie tippelt zum Futternapf, schnuppert ausgiebig daran, geht dann aber wieder weg. Sie frisst nichts, was ihrem kleinen Darmtrakt schaden könnte.

Also wieder der Gang zur Tierklinik – es war nämlich Samstag, und unsere Ärztin hatte keine Sprechstunde. Der Arzt konnte nichts entdecken und verpasste ihr ein paar Vitaminspritzen. Danach fraß sie ein paar Tage wieder einigermaßen, doch dann war die Lust auf den Inhalt des Napfes auch schon wieder verflogen. Selbst das normalerweise heiß geliebte Löffelchen Joghurt konnte sie nicht locken. Also packte ich Lili wieder in den Korb und fuhr mit ihr zur Tierärztin, die nun Gottseidank Sprechstunde hatte. Die tastete kurz an Lilis sehr schlankem Körper herum und stellte sofort eine Darmentzündung fest. (Das kann eine Fachfrau wohl schnell diagnostizieren, weil sich ein Darm normalerweise ganz weich und diffus anfühlt, bei Lili allerdings konnte sie jede Darmschleife ertasten). Lili bekam erst eine Spritze und dann ein homoöpathisches, geschmackloses (Lili ist diesbezüglich äußerst mäkelig!) Medikament verordnet, das ich problemlos ins Futter mischen konnte. Das hatte aber nur Sinn, wenn sie das Futter auch fraß. – Die Tierärztin gab mir ein Magen-Darm-Schonendes Futter mit – und Lili fraß es. Ich konnte also das Medikament immer verabreichen.
Seit vorgestern nun frisst sie wieder mit Appetit, auch die heiß geliebten Bröckelchen. Das schönste Geräusch in den Ohren der Besitzerin einer kranken Katze ist wohl das “krkrk krkrkrk krkrkrk”, wenn der Appetit wieder kommt ….. :-)

lili1.jpg

Sind Katzen männerfeindlich?

Eine Umfrage der Zeitschrift “Geliebte Katze” ergab folgendes:

Weibliche Katzen lieben Frauen.

Männliche Katzen, also Kater, lieben Frauen ebenfalls.

Die Beziehung zwischen Kater und Mann hingegen ist weniger herzlich. 72 % der Katzen schmusen mit Frauen, mit Männern dagegen nur 37 %.

Und was lernt man nun daraus? Na ja, ich sags nicht öffentlich … ;-)

Gegenbeispiele sind erwünscht. Mit fotografischem Beweis, wenn möglich :-)

Und so sieht’s bei mir abends auf dem Sofa aus. Das wurstartige Gebilde in der Mitte sind meine Beine …

drei.jpg

Kater nach einem Schläfchen in der Kaminasche

Der Kater hatte es sich in der Asche des Kamins bequem gemacht. Danach wurde er geduscht. Wie lustig er das fand, kann man deutlich sehen ….tashi-nass2.jpg

Kann eine Katze eine Maus zum Freund haben?

Normalerweise ist eine Katze der Erzfeind einer Maus. Doch es gibt Ausnahmen: Kätzchen, die mit der Flasche aufgezogen werden, nie draußen waren und mit einer Maus aufwachsen, sehen den kleinen Nager als ihren Freund. Siehe Fotos, deren Urheber mir leider nicht bekannt sind.

1.jpg

21.jpg

31.jpg

41.jpg

51.jpg

Die Katze im Kaninchenpelz

Das zweitliebste Haustier des Menschen in Deutschland ist der Hund. Das allerliebste die Katze.
Was mich betrifft, so bevorzuge ich Katzen. Weil sie nicht stinken, wenn sie in den Regen kommen, sondern höchstens ein bisschen nach nasser Schafwolle riechen. Und weil sie nicht hysterisch bellen, wenn sie sich freuen, sondern nur leise schnurren. Und weil man mit ihnen nicht Gassi zu gehen braucht, wenn sie mal müssen. Und weil sie einem als Liebesbezeugung nicht mit schlabberiger Zunge übers ganze Gesicht lecken, sondern mit trocken-rauhem Zünglein höchstens die Nasenspitze reiben.
Fragt man aber beliebige Zeitgenossen, was sie an Katzen ganz besonders schätzen, kann man Wetten darauf abschließen, dass sie sagen, „weil sie so eigenwillig sind“. Ich halte diese Aussage entweder für unreflektiert oder für gelogen. Denn genau diese Eigenwilligkeit ist es, die ich an diesen Pelzviechern absolut nicht leiden kann. Liege ich beispielsweise neben meiner Katze auf dem Sofa und bekomme Lust, mit ihr zu schmusen, hat diese garantiert keine Lust dazu, sondern wendet sich demonstrativ ab oder verlässt mit peitschendem Schwanz die Liegestatt und sucht sich ein Plätzchen, an dem sie von mir unbehelligt bleibt. Sie wetzt unters Bett, beispielsweise, oder springt mit einer eleganten Bewegung auf den Schrank.

Habe ich einen Termin beim Tierarzt, weil sie geimpft werden muss, kann ich Gift darauf nehmen, dass sie sich diskret aus dem Staub gemacht hat und in aller Seelenruhe unter irgendeinem Strauch im Garten liegt.
Ich kann rufen und pfeifen so lange ich will, sie taucht garantiert nicht auf. Ich muss den Termin absagen und darauf hoffen, dass der Tierarzt irgendwann Zeit hat, wenn die Katze sich im Haus aufhält und ich sie packen und in den Korb bugsieren kann. Was sie übrigens nicht ausstehen kann. Sie wehrt sich, faucht und kratzt und meine Arme sehen jedes Mal aus, als hätte ich mit einem Rosenstrauch gekämpft.
Befehle ich meiner Katze, dem Fisch, der zum Auftauen auf der Anrichte liegt, fern zu bleiben, schaut sie mich mit großen, verständnislosen Augen an, und ich kann sicher sein, dass sie an dem Fisch herum knabbert, sobald ich der Küche den Rücken kehre.
Sage ich – in kategorischem Ton und untermalt mit drohender Gebärde des Zeigefingers – zu meiner Katze nach dem Ausflug bei Regen in den Garten, sie solle sich unterstehen auf den Sessel zu springen, kümmert sie das genauso wenig. Sekunden später steht sie auf dem hellen Leinen, schaut mich freundlich an und macht den Milchtritt. Dann lässt sie sich nieder und ringelt sich zum Schlaf ein – auf einem hübschen Muster schmutziger Pfotenabdrücke. (Wie konnte ich auch nur auf die schwachsinnige Idee kommen, Sofa und Sessel mit hellem (teuren!) Leinen überziehen zu lassen?)

So eine Katze lebt durchschnittlich fünfzehn Jahre und kostet ihren Besitzer (Tierarzt und Futter) rund zwölftausend Mark (zerfetzte Gardinen, zerkratzte Möbel und Sofabezüge nicht gerechnet). Das ist ein Haufen Geld, mit dem man prima Urlaub machen könnte. Beispielsweise.

Aber nun ist ein pfiffiger Mitmensch auf eine ganz hervorragende Idee gekommen. Er hat eine Katze geschaffen, bei der lediglich ein paar Euro für die Anschaffung entstehen und alle anderen Probleme wegfallen. Er hat eine Katze geschaffen, die in äußerst reinlichem Zustand den ganzen Tag nur auf dem Sofa liegt und weder Futter- noch Tierarztkosten verursacht. Sie verunstaltet auch keine Möbel und knabbert keinen Fisch oder sonstige Lebensmittel an. Und sie sieht wirklich echt aus. Ihr Fell ist auch echt. Allerdings stammt es von einem Kaninchen. Aber das macht ja nichts, finde ich.

Jetzt müsste der Schöpfer dieser ultimativen Katze nur noch den ultimativen Mann erfinden. Der würde dann den ganzen Tag dekorativ auf dem Sofa sitzen und einen guten Eindruck machen. Er würde nett vor sich hin lächeln, nicht widersprechen, nicht schmutzen, nicht rauchen, nicht schnarchen, nicht die Klobrille oben lassen, nicht die Sportschau gucken, während ein Film mit Robert Redford läuft, nicht nach anderen Weibern schauen, die Zahnpastatube nicht in der Mitte quetschen, seine schmutzigen Klamotten nicht herumliegen lassen, die Zeitung nicht in Einzelteile zerlegen, nicht spät in der Nacht angetrunken nach Hause kommen und keine blöden Bemerkungen von sich geben, wenn ich stundenlang mit meiner Freundin telefoniere.

Einen winzigen Nachteil allerdings hätte dieser ultimative Mann. Er würde auch dann auf dem Sofa sitzen und nett vor sich hin lächeln, wenn mir der Sinn nach etwas ganz anderem stünde. Aber wie lernen wir aus Billy Wilders “Some like it hot”: Nobody is perfect – Na also …
Renate Blaes

www.renateblaes.de

Wie ich zur Katze kam

Meine Leisetreter

Über viele Jahre hinweg hatte ich mit Katzen nichts am Hut. Das liegt wohl daran, dass ich in einem Bauerndorf aufgewachsen bin. Dort waren Katzen nicht zum kuscheln da, sondern zum Mäuse fangen. Aus diesem Grund wurden sie genauso behandelt wie Kühe, Schweine, Hühner und andere Nutztiere: emotionslos. Aus diesem Grund schliefen Katzen auch nicht auf dem Sofa oder im Bett, sondern im Stall oder im Heuschober. Falls sie sich doch mal ins Haus wagten, weil es sie zur warmen Ofenbank oder zum Speck auf dem Küchentisch zog, wurden sie weg gescheucht.

Den ganzen Beitrag lesen

Katzen leben nicht gern allein

Es gibt in der Feliden-Welt durchaus Exemplare, die tatsächlich nichts anderes möchten, als zu ihrem Menschen zu gehören bzw. als Einzelgänger ihr Leben in Freiheit zu fristen. Aber selbst diese sehnen sich ab und an nach feliner Gesellschaft. Das Reviergehabe der Katzen gibt darauf ausreichend Antwort. Der geneigte Leser mag sich bitte dahingehend informieren; hier würde es den Rahmen definitiv sprengen.

Man kann also getrost behaupten (zumindest tue ich – und nicht nur ich – das als Züchterin), Katzen sind soziale Tiere mit einem sozialen Gruppengefüge. Dieses Gruppengefüge kann man nicht nur im Haus sondern bei jeder Bauernhof-Population hinreichend beobachten.

Ein Mensch, der sich eine Katze zulegen möchte und acht und mehr Stunden außer Haus ist, tut gut daran, diesem armen Katzenkind einen adäquaten Kumpel an die Seite zu stellen. Ansonsten darf er sich nicht wundern, wenn die Abteilung „fix-und-niedlich“ sich an Tapeten und Möbeln zu schaffen macht. Grund: pure, schnöde Langeweile. Auch eine Katze braucht Beschäftigung – und nicht nur per Homo Sapiens. Der kann nämlich eigentlich nix – er ist meist außer Haus. Na gut, Dosen öffnen. Und was, bitte, soll eine anständige Katze egal welcher Rasse oder Couleur dann mit sich anfangen?? O.K., Katze macht sich nützlich: Tapeten-Klebkraft-Test, Material-Qualitätskontrolle Couch, Kratzfestigkeit Holz und so weiter. Nun, eben alles, was dem Dosenöffner hilfreich ist. Aber vielleicht nicht angenehm. Eigene Schuld – bei zwei Fellnasen passiert so was weniger. Selbst falls SIE auf dem Single-Tripp sind – Ihre Katze ist es sicher nicht!

img_2056.JPG

Fazit:

Wer berufstätig ist, tut extrem gut daran, ZWEI Fellmonster in seine WG aufzunehmen. Das garantiert zumeist ausgeglichene Katzen und einen zufriedenen Menschen.

Und man kann einem Katzenbaby im Alter von 12 bis 16 Wochen nichts Schlimmeres antun, als es in sein neues Zuhause zu bringen und es dann mindestens acht Stunden (mit Arbeitsweg und Pausen ist man auch ganz schnell bei 11 Stunden) am Tag allein zu lassen. Nicht nur, dass dem Tier langweilig wird und die o. g. Dinge anstellt, es kann auch zu Verhaltensauffälligkeiten kommen, die ohne weiteres in Unsauberkeit enden.

Die Autorin dieses Beitrags heißt Sabine Pönitsch. Sie züchtet Main-Coones und ist Mitautorin von “Das kunterbunte Katzenbuch” (man werfe einen Blick auf die rechte Spalte). Auf der kunterbunten Katzenseite sind noch andere Beiträge von ihr. Bei “Katzenallerlei“.

Außerdem hat Sabine natürlich auch eine Homepage.